12.06.2015 //

Logistik-Award und Schulungsinitiative in China vorgestellt

Beim jüngsten Einkaufsleitertreffen in China präsentierte der BME den "Smart-Logistic Award" und ein Boot-Camp für junge Einkaufstalente. 45 Gäste trafen sich in den Räumen des TÜV Rheinland.

Foto: BME China Die Einkäufer inspizierten die Prüflaboratorien des TÜV Rheinland in Shanghai. Foto: BME China

In China fand am vergangenen Mittwoch (10. Juni) das nächste Einkaufsleitertreffen der Asien-Niederlassung des BME statt. Gastgeber war der TÜV Rheinland, der die teilnehmenden Einkäufer zu einer Tour durch seinen Firmensitz in Shanghai einlud. Der Standort für 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beherbergt seit Mitte April 2010 auf 17.000 Quadratmetern zahlreiche Prüflaboratorien. Vorgestellt wurden außerdem zwei neue Maßnahmen des BME: Gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Unity wird der Verband im September bei der China Sourcing Conference einen "Smart Logistic Award" für zukunftsorientierte Logistik-Technologien verleihen. Des Weiteren wurde das  zusammen mit dem Schulungsanbieter Ecube entwickelte "Young Purchasing Talent Development BootCamp" vorgestellt.

Mit der Schulungsinitiative reagieren beide Partner darauf, dass vorhandene Entwicklungskonzepte für chinesische Talente häufig nicht die gewünschte Wirkung zeigen. "Derzeit investieren die Unternehmen ihre Schulungsbudgets hauptsächlich in günstige Standard-Trainings, die sich kaum positiv auf die Arbeitsleistung auswirken", begründeten Anton Pietsch, General Manager des BME China, und Dr. Saša Šarić, Managing Director bei Ecube, den Bedarf für neue Konzepte.  Gemeinsam argumentieren sie dafür, dass sich Unternehmen möglichst früh dafür einsetzen sollten, um eventuelle Kompetenzlücken zum Zeitpunkt der Einstellung zu schließen.

Veranschaulicht wurde das Konzept am Fallbeispiel eines Anbieters von elektronischen Komponenten und Lösungen, der in China ein neues Werk eröffnete und sich für eine regionale Beschaffungsstrategie entschloss. Zahlreiche Herausforderungen beim Aufbau der neuen Einkaufsmannschaft führten zu einer Verzögerung der ehrgeizigen Ziele. Um das Team voll einsatzfähig zu machen, wurde das frühe Trainingsprinzip angewendet. Direkt nach der Einstellung vollzogen, versprach dies größere Erfolgsaussichten bei geringeren Kosten – mit dem Effekt eines erhöhten ROI der Schulungsinvestitionen.

"Wir suchten und fanden neun Talente mit einem ausgezeichneten technischen Hintergrund, die denen wir dann in einem Crashkurs das nötige Einkaufswissen und zwischenmenschliche Fähigkeiten vermittelten", sagte Šarić. Alle erhielten drei Wochen intensives Training für ihre persönlichen und beruflichen Fähigkeiten, gefolgt von 6 bis 12 Monaten mit individuellen Coachings. "Basierend auf neuesten Forschungsansätzen und der Berücksichtigung von spezifischen Anforderungen ermöglichte dies einen optimalen Lernerfolg", sagte der Experte. Ergebnis nach wenigen Monaten sei ein funktionierendes Team gewesen. "Das Programm half immens dabei, Talente zu gewinnen, zu entwickeln und zu halten. Und es stellte sicher, dass das gewünschte Qualifikationsniveau schnell erreicht wurde.

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