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BME/PwC-Studie "Beschaffungslogistik im China-Geschäft"

China liegt seit dem Jahr 2005 auf Platz drei der Länder, aus denen Deutschland Waren einführt. Italien, Großbritannien und die USA hat der Riese in Fernost bereits überflügelt.

Im Jahr 2006 bezogen deutsche Unternehmen aus China Handelswaren und andere Erzeugnisse im Wert von 48,8 Milliarden Euro. Marktbeobachter gehen davon aus, dass der Trend anhält: Die Einfuhren aus dem Reich der Mitte werden voraussichtlich mit über 20 Prozent auf 72 Milliarden Euro im Jahr 2008 klettern. Als wichtigstes Motiv für die hohe Importquote gelten die großen Kostenvorteile gegenüber der Beschaffung in Deutschland wie auch anderen Ländern. Wie günstig aber ist die Beschaffung von Waren und Produkten in China tatsächlich, wenn Unternehmen auch die Kosten der Logistik und indirekte Kosten wie die für das Management und höhere Risiken berücksichtigen?

Um diese Frage stichhaltig zu beantworten, führten der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e. V. (BME) und PricewaterhouseCoopers (PwC) gemeinsam die Studie "Beschaffungslogistik im China-Geschäft. Kosten - Prozesse - Strategien" durch. Im August und September 2007 wurden (Chef-)Einkäufer und leitende Logistikverantwortliche von 203 deutschen Unternehmen mit Firmenmitgliedschaft im BME in einer repräsentativen Stichprobe zu ihren Erfahrungen mit Beschaffung und Logistik im China-Geschäft befragt. Die Ergebnisse lassen aufhorchen: So beträgt der Preisvorteil bei den Produktgruppen, die sich in China am günstigsten beschaffen lassen, im Vergleich zu Deutschland auch nach Berücksichtigung dergesamten Logistikkosten circa 50 Prozent. Andererseits nehmen Unternehmen bei ihren in China am ungünstigsten beschafften Produktgruppen im Mittel einen Kostennachteil gegenüber Deutschland von etwa 15 Prozent hin. In diesen Fällen hat Beschaffung in China nur noch aus strategischen Gründen Sinn.

Erstaunlich in beiden Fällen ist: Die Mehrheit der Unternehmen lässt dennoch die zahlreichen Möglichkeiten weitgehend ungenutzt, ihre Logistikkosten substanziell zu senken - etwa durch spezielle Zollverfahren oder eine geschicktere Organisation ihrer Logistikstrukturen.Unternehmen, die Waren aus China einführen, sind gut beraten, einen kritischen Blick auf ihre Beschaffungsaktivitäten im Reich der Mitte zu werfen.

Dr. Holger Hildebrandt
Hauptgeschäftsführer
Bundesverbandes Materialwirtschaft,
Einkauf und Logistik e. V. (BME)

BME/PwC-Studie "Beschaffungslogistik im China-Geschäft: Kosten - Prozesse - Strategien" Inhaltsverzeichnis:

Inhalt

Vorwort
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
ExecutiveSummary

  1. Beschaffungsstrukturen
  2. Beschaffungslogistik 
  3. Logistikkosten 
  4. Zollmanagement und steuerliche Einzelaspekte
  5. Trends
    Ausblick: Logistik als entscheidender Wettbewerbsfaktor

A Beschaffungsstrukturen in China

  1. Global Sourcing
  2. Ergebnisse 
    2.1 Beschaffungsmarkt China: hoher Stellenwert für deutsche Unternehmen
    2.2 Anteil der in China beschafften Produkte: stärkerer Schwerpunkt bei kleinen Unternehmen
    2.3 Standortwahl: Küstenregionen bevorzugt
    2.4 Organisation der Beschaffung: Jedes zweite Unternehmen vertraut auf feste Einkäufer
    2.5 Operative Logistikentscheidungen: in Deutschland und China gemeinsam
    2.6 Strategische Entscheidungen: mehrheitlich Kooperation zwischen Logistikabteilung und Einkauf 
  3. Expertenkommentar

B Beschaffungslogistik in China

  1. Logistik 
  2. Ergebnisse
    2.1 Transport und Verpackung: in chinesischer Hand
    2.2 Externe Logistik: stärkere Kontrolle chinesischer Dienstleister
    2.3 Logistik in der Praxis: Große bevorzugen Große
    2.4 Vorteile und Nachteile kleinerer Logistikanbieter
    2.5 Anteil des Seeverkehrs am Gesamtvolumen: 82 Prozent 
    2.6 Incoterms: Große Unternehmen scheuen das Risiko, kleine schultern es
  3. Expertenkommentar

C Kostenmanagement in der Beschaffungslogistik

  1. Kostenmanagement
  2.  Ergebnisse
    2.1 Preisvorteil des Einkaufs (FOB) in China: kleine Unternehmen beschaffen günstiger
    2.2 Schnäppchenjäger, Sourcing-Experten, Strategen: Beschaffung in China je nach Unternehmenstyp unterschiedlich teuer
    2.3 Fracht- und Logistiknebenkosten betragen circa acht bis 15 Prozent der gesamten Beschaffungskosten
    2.4 Starke Kontrolle über die Logistikdienstleister korreliert mit hohen Frachtkosten
    2.5 Enge Margen in der Beschaffung in China: Welche Unternehmen kaufen am günstigsten ein?
    2.6 Große Unternehmen beschaffen in China durchschnittlich bis zu 21 Prozent günstiger - oder bis zu fünf Prozent teurer
    2.7 Im Durchschnitt beschaffen kleine Unternehmen in China vier bis 23 Prozent günstiger als in Deutschland
    2.8 Charakteristika der verschiedenen Beschaffungstypen
    2.9 Anteile der Logistik: Fracht- und Prüfkosten
    2.10 Mangelhafte Kostenkontrolle: Jedes dritte Unternehmen nutzt im Logistikcontrolling noch keine Kennzahlen 
  3. Expertenkommentar

D Zollmanagement und steuerliche Einzelaspekte

  1. Zölle und Zollmanagement 
  2. Verrechnungspreise, Logistikparks 
  3. Ergebnisse
    3.1. Verzollung für einzuführende Waren in Deutschland
    3.2. Zollverfahren mit wirtschaftlicher Bedeutung
    3.3.Logistikparks
    3.4 Logistikkosten und Gestaltung der Verrechnungspreise
  4. Expertenkommentar
    4.1 Zölle und Zollmanagement
    4.2 Verrechnungspreise, Logistikparks

E Fazit: Trends bei Beschaffung und Logistik in China

  1. Stand der Beschaffungslogistik im China-Geschäft 
  2. Kaufen große Unternehmen in China zu teuer ein? 
  3. Ergebnisse
    3.1 Markttrends
    3.2 Managementtrends 
  4. Expertenkommentar

F Vorgehensweise und Stichprobenbeschreibung

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