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Marktstudie 2006: Supplier Relationship Management
SRM-Studie: Management Summary (55 KB)
BME und Siemens präsentieren die Marktstudie 2006: Supplier Relationship Management
Ziel der Studie war es Trends aufzuzeigen, die sich beim Einsatz von SRM-Anwendungen innerhalb der nächsten zwei Jahre abzeichnen werden. Außerdem sollten Potenziale aufgezeigt werden, die nach Meinung der befragten Unternehmen durch den Einsatz eines SRM-Systems entstehen und zu dem Erreichen der Einkaufsziele beitragen. Des Weiteren sollten Empfehlungen ermittelt werden die für eine optimale Implementierung und Nutzung von SRM-Anwendungen, beziehungsweise für das Vermeiden von erwarteten Schwierigkeiten nützlich sind und Anregungen für den Einsatz von SRM in der Praxis beinhalten. Die Studie hat 60 Seiten, 10 Abbildungen, 29 Diagramme und wird abgerundet durch ein ausführliches Glossar.
Vorwort BME
Die Verbesserung der Einkaufskonditionen ist das meist genannte Ziel bei der Einführung eines Supplier Relationship Management Tools, wie sich aus der hier vorliegenden Studie ergibt. Im modernen Lieferantenmanagement liegen jedoch weitere, nicht unerhebliche Einsparpotenziale.
Durch Supplier Relationship Management lässt sich der gesamte Beschaffungsprozess elektronisch abwickeln und die Prozesse können dadurch beschleunigt werden: angefangen bei Marktanalysen und einem Vertragsmanagement über die Ausschreibung von A- und B-Gütern mit Sourcing Tools bis hin zur Lieferantenbewertung und Lieferantenweiterentwicklung. All dies kann und soll in einem integrierten System zusammengefasst werden. Die Chancen, die sich hierdurch ergeben, liegen auf der Hand: Manuelle Arbeiten werden weitgehend automatisiert und durch Zugriff auf eine gemeinsame Datenbank entsteht Transparenz der Einkaufskennzahlen. Der konsequente Einsatz von SRM hat auf eine Vielzahl von Unternehmensprozessen positiven Einfluss.
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass sich die Unternehmen vor der Einführung eines SRM-Systems der Komplexität und der anspruchsvollen Aufgabenstellungen durchaus bewusst sind. Die Unternehmen wissen aber auch um die Chancen. Dies ist positiv zu werten, denn im Sinne einer maximalen Wertschöpfung gilt es alle Möglichkeiten der Optimierung ausschöpfen.
Die Studie schafft für SRM-Einsteiger und für Fortgeschrittene gleichermaßen Nutzen. Durch den Vergleich der eigenen Situation mit der Analyse lassen sich verborgene Potenziale finden und heben.
Dr. Holger Hildebrandt
Hauptgeschäftsführer BME
Studie Supplier Relationship Management: Unternehmen setzen im Einkauf immer stärker auf IT-Lösungen um Kosten zu senken
Deutsche Unternehmen werden in zwei Jahren deutlich mehr IT-Lösungen im Einkauf einsetzen als heute. Das ergab eine Studie vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) und Siemens Business Services zum Supplier Relationship Management (SRM). 15 Prozent der Befragten wollen bis 2007 neue SRM-Lösungen einführen, 68 Prozent ihre bereits vorhandenen Systeme noch erweitern. Die große Mehrheit von 94 Prozent der Unternehmen will damit die Kosten senken.
Befragt wurden 300 deutsche Einkaufs-Chefs und -Verantwortliche großer Unternehmen aller Branchen, wobei Dienstleistungen, Automobilindustrie und Maschinenbau besonders stark vertreten waren.
SRM-Systeme reduzieren die Kosten und verbessern die Abläufe im Einkauf durch IT-gestützte Analysen und Kontrollen von Lieferanten und Verträgen. Diese Erwartung spiegelt auch die Studie wider: Fast jedes zweite Unternehmen erwartet durch den Einsatz eines SRM-Systems Einsparungen bei den Prozesskosten von 10 bis 25 Prozent, bei den Materialkosten rechnet rund ein Drittel der Befragten mit 5 bis 10 Prozent niedrigeren Aufwändungen. Großes Potential liegt in diesem Zusammenhang bei der Bewertung und Entwicklung der Lieferanten: Verbesserte Angebots- und Lieferantenvergleiche sind für 85 Prozent der Unternehmen die wichtigste Maßnahme, um sich auf die besten Lieferanten konzentrieren zu können.
Eine Vorreiterrolle nimmt die Automobil- und Luftfahrtbranche ein. 85 Prozent der Unternehmen dieser Branchen nutzen bereits SRM-Systeme. Den größten Nachholbedarf weisen Handel- und Dienstleistungen auf. In den nächsten Jahren erheblich aufholen werden Elektro- und Halbleiter-, Medizin-, Metall- und Papierindustrie sowie Pharma- und Chemiebetriebe.
Trotz des klaren Trends – es gibt es auch Vorbehalte: Als Hindernisse bei der Einführung von SRM-Systemen nannten die Befragten vorwiegend: Hohe Aufwendungen für die Einführung und den Betrieb sowie Schwierigkeiten bei der Online-Anbindung der Lieferanten. Die Studie gibt Tipps, wie sich hohe Kosten und Probleme vermeiden lassen. Auch Siemens Business Services bietet SRM-Beratung und -Implemtierung an, zu den Kunden gehören unter anderem John Deere und Infineon.







