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Thomas Trautenmüller

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Überblick

Einführung

Das BMEcat®-Format wurde mit dem Ziel entwickelt, den Austausch von Produktkatalogen zwischen Lieferanten und einkaufenden Unternehmen zu standardisieren und somit zu vereinfachen. In dem zugrunde gelegten Modell stellt der Lieferant einen dem BMEcat®-Standard entsprechenden Katalog in elektronischer Form zusammen. Dieser Katalog wird im Folgenden als Katalogdokument bezeichnet. Das Katalogdokument ermöglicht auch die Einbindung von multimedialen Produktdaten, beispielsweise Bilder, Grafiken, technische Dokumente, Gebrauchsanweisungen usw.
Das BMEcat®-Format ist nicht auf materielle Produkte beschränkt, sondern kann auch zur Beschreibung Software, Dienstleistungen, Rechten, Informationsgütern, Digitalen Produkte usw. eingesetzt werden. Daher wird nachfolgend der Begriff Produkt bzw. Produktkatalog ausgeweitet auf alle Arten handelbarer Güter soweit sie sich für die Aufnahme in Katalog eignen.
Typischerweise übermittelt der Lieferant das BMEcat®-Katalogdokument an eine einkaufende Organisation, welche den Inhalt des Katalogdokumentes weiterverarbeitet und zum Beispiel in ein E-Procurement- oder Katalogmanagement-System übernimmt. Dieser Vorgang wird als Katalogdatenaustausch bezeichnet. Das BMEcat®-Format ermöglicht dem Lieferanten beim Katalogdatenaustausch nicht nur die Übertragung der kompletten Produktdaten, sondern beispielsweise auch die Aktualisierung von Preisdaten oder einzelner Produkte.
BMEcat®-Katalogdokumente können jedoch nicht nur zur Übermittlung an einkaufende Unternehmen genutzt werden. Vielmehr eignet es sich genauso zur Aktualisierung lieferantenseitiger Online-Shops, zur Vertriebsunterstützung, zur Belieferung von elektronischen Marktplätzen und ganz allgemein zur Übertragung von Produktdaten - sei es unternehmensübergreifend oder unternehmensintern.
Der Einsatz von BMEcat® stellt einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum standardisierten zwischenbetrieblichen E-Commerce dar. Unternehmen, die BMEcat®-Kataloge ihren Kunden zur Verfügung stellen oder von ihren Lieferanten verarbeiten können, erfüllen eine wichtige Voraussetzung für den elektronischen Geschäftsverkehr, die Teilnahme an neuen Handelsplattformen und die Automatisierung ihrer Verkaufs- bzw. Beschaffungsprozesse.

Verwendung von XML


BMEcat®-Katalogdokumente werden in XML, der "eXtensible Markup Language", kodiert. XML ist der De-facto-Standard für den Datenaustausch im Internet und wird durch das World Wide Web Consortium entwickelt (siehe http://www.w3.org/XML). XML ermöglicht es, in einem Katalogdokument Strukturen und Daten gleichzeitig zu kodieren, im Unterschied etwa zu herkömmlichen, weniger leistungsfähigen Formaten wie MS Excel-Tabellen oder kommaseparierten Listen (CSV-Dateien). Die Struktur von BMEcat®-Katalogdokumenten wird formal durch Nutzung der Sprache XML Schema sehr genau beschrieben; diese formale Spezifikation wird in einem begleitenden separaten Dokument in Form von XSD-Dateien veröffentlicht und kann über die Website www.bmecat.org abgerufen werden.

Ergänzende Aktivitäten und Standards BMEcat® standardisiert den Austausch von elektronischen Produktkatalogen. Ergänzend wird für zahlreiche Anwendungsbereiche die standardisierte Klassifizierung und Beschreibung von Produkten (und Dienstleistungen) angestrebt. Dazu werden Produktklassen definiert, die in ihrer Gesamtheit eine Klassifikationshierarchie bilden. Die standardisierte Beschreibung von Produkten wird durch den Klassen zugeordnete Produktmerkmale ermöglicht. Beides erfolgt durch Produktklassifikationssysteme wie zum Beispiel eCl@ss, ETIM, profiCl@ss und UNSPSC. Der BMEcat®-Standard ist nicht auf eines dieser Klassifikationssysteme festgelegt und schlägt auch keine BMEcat®-spezifischen Klassifikationen vor. Vielmehr ist der BMEcat®-Standard so konzipiert, dass nahezu alle derzeit bekannten Klassifikationssysteme in BMEcat®-Katalogen für die Klassifizierung und Beschreibung von Produkten genutzt werden können. Ihr BMEcat-Team