„Digitalisierung im Mittelstand kommt voran“

Monitoring-Report „Wirtschaft DIGITAL 2017“ legt aktuelle Kennzahlen zur Digitalisierung und Vernetzung vor.

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Auf dem Digital-Gipfel der Bunderegierung in Ludwigshafen haben die Forschungsinstitute Kantar TNS und ZEW Mannheim in Anwesenheit von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries den „Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2017 - Kompakt“ vorgestellt. Er enthält neuste Kennzahlen zur Digitalisierung und Vernetzung der deutschen Wirtschaft.

Bundesministerin Zypries: „Es freut mich, dass der Mittelstand als eine der tragenden Säulen unserer Wirtschaft die Chancen der Digitalisierung immer besser nutzt. Denn davon hängt ab, ob die deutsche Wirtschaft auch in Zukunft noch erfolgreich sein wird. Die von uns eingerichteten Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren begleiten die Unternehmen auf ihrem Weg in die Digitalisierung. Die Kompetenzzentren stehen für praxistaugliche Informationen vor Ort – für Digitalisierung zum Anfassen.“

Jedes dritte Unternehmen nutze „Smart Services“, jedes fünfte „Big Data“, heißt es in einer Pressemitteilung des BMWi. Künstliche Intelligenz stehe noch am Anfang. Rund 60 Prozent der Unternehmen seien mit ihren Geschäftskunden digital vernetzt. Um die Digitalisierung voranzutreiben, arbeiteten 20 Prozent der Unternehmen mit Partnern aus der eigenen Branche zusammen, 15 Prozent auch branchenübergreifend. Nur etwa vier Prozent der Unternehmen kooperierten aus diesem Grund bislang mit Start-ups.

Der „Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL“ analysiert im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie jährlich, wie sich der Digitalisierungsgrad der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland entwickelt.

Auch der BME setzt sich mit der fortschreitenden Digitalisierung, insbesondere im industriellen Einkauf, seit Jahren intensiv auseinander. „Der digitale Strukturwandel der Industrie wird ohne den Einkauf nicht erfolgreich sein. Allerdings gehen die Meinungen über dessen Rolle weit auseinander“, betont Dr. Silvius Grobosch, Mitglied des geschäftsführenden BME-Bundesvorstandes. Sie reichten von „aktiver Treiber“ bis „lediglich Unterstützer“. Deshalb müsse sich der Einkauf stärker in die Diskussion um Industrie 4.0 einschalten. Als Innovationsscout und Experte für Technologie und Management finde er dann auch Gehör.

Der BME und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML haben im vergangenen Jahr die Studie „Digitalisierung des Einkaufs – Einkauf 4.0“ veröffentlicht. Zwischen August 2015 und April 2016 waren insgesamt 25 Einkaufsleiter und CPOs namhafter Industrieunternehmen sowie Vertreter von zwei Hochschulen befragt worden.

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