Innovation schafft Vorsprung: 2008

Sieger im Wettbewerb "Innovation schafft Vorsprung" für öffentliche Auftraggeber waren 2008 zwei beschaffungsorientierte Internetplattformen, die neue Wege beschritten und überzeugende Vereinfachungen auf den Weg gebracht haben. Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dagmar Wöhrl, und BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Holger Hildebrandt verliehen den gemeinsam initiierten Preis am Morgen des 26. Februar im Rahmen der BME-Veranstaltung "Tag der öffentlichen Auftraggeber".

Dagmar Wöhrl: "Wir müssen verstärkt technologisch neue Produkte und Dienstleistungen einkaufen, damit wir den öffentlichen Dienst moderner gestalten, Kosten senken und zugleich innovativen Unternehmen wichtige Referenzprodukte verschaffen. Auch die verwaltungspraktischen Beschaffungsprozesse müssen mit den verfügbaren technischen Möglichkeiten verbessert werden. Dazu können wir heute einen Anstoß geben."

Dr. Holger Hildebrandt: "Innovationsorientiertes Beschaffungsmanagement bedingt nicht nur einen konsensorientierten Dialog zwischen Nutzern und Anbietern von Innovationen, sondern vor allem Transparenz in den Institutionen hinsichtlich Beschaffungsprozessen und innerhalb geplanter Beschaffungsvorhaben. Der gemeinsame Preis von BMWi und BME gibt wertvolle Anstöße für alle beteiligten Marktpartner."

Preisträger: Netzwerk öffentlicher Beschaffungsstellen zum Austausch von Leistungsbeschreibungen

Eine Gruppe von Gemeinden und Hochschulen hat den Nukleus für ein mögliches künftiges Netzwerk öffentlicher Beschaffungsstellen gebildet, in dem sich Beschaffungsstellen über Leistungsbeschreibungen austauschen. Ausschlaggebend war die Einsicht, dass sich viele von Kommunen anzuschaffende Güter ähneln und die Leistungsbeschreibungen daher vielleicht nicht jedes Mal völlig neu formuliert werden müssen, sondern schon vorhandene jeweils nur anzupassen wären. An dem Projekt haben die Kommunen Großhansdorf, Lauda-Königshofen, Remscheid, Trossingen, Volkach und Weiden i. d. Oberpfalz zusammen mit den Hochschulen Braunschweig-Wolfenbüttel (FH), Marburg und Würzburg als Mitinitiatoren auf Nutzerseite gearbeitet; konzeptionelle Hilfestellung hat der Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre und Industriebetriebslehre an der Universität Würzburg geleistet.

Preisträger: Hessische Ausschreibungsdatenbank (HAD)

Die Auftragsberatungsstelle Hessen war von ihren Mitgliedern (Industrie- und Handelskammern und den Handwerkskammern) beauftragt worden, die Vergabeplattform der Beschaffung der öffentlichen Hand in Hessen weiterzuentwickeln. Alle hessischen Vergabebekanntmachungen sind aktuell in der HAD enthalten. Neben dieser zentralen Datenbankfunktion enthält die HAD eine Vielzahl dezentraler Erfassungsmodule, mit denen die Verwaltungen die kompletten Vergabevorgänge bearbeiten und dokumentieren können.

 

 

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