Innovation schafft Vorsprung: 2010

Sieger im Wettbewerb "Innovation schafft Vorsprung" für öffentliche Auftraggeber waren 2010 der Verband Region Rhein-Neckar und die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Die Preisverleihung fand am Vormittag des 23. Februar im Rahmen der BME-Veranstaltung "Tag der öffentlichen Auftraggeber" statt. Der der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Hans-Joachim Otto, und BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Holger Hildebrandt verliehen den gemeinsam initiierten Preis.

Hans-Joachim Otto: "Wir wollen mit der heutigen Preisverleihung zeigen, dass es Innovationen gibt, die dem öffentlichen Auftraggeber Vorteile verschaffen und gleichzeitig einer wirtschaftlichen öffentlichen Beschaffung dienen. Nicht nur bei Beschaffern, auch bei den politischen Entscheidungsträgern sollte die innovationsorientierte wirtschaftliche Beschaffung mehr Aufmerksamkeit bekommen."

Dr. Holger Hildebrandt: "Die Siegerkonzepte zeigen, wie auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten innovative Beschaffungsprozesse und die Beschaffung von Innovationen vorangetrieben werden können. Durch die Entwicklung und Umsetzung frischer Ideen besteht für öffentliche Auftraggeber die Chance, sich im Wettbewerb gut zu positionieren und eine Vorreiterrolle in ihrem Betätigungsfeld einzunehmen."

Preisträger: Verband Region Rhein-Neckar

Effiziente Beschaffungsprozesse durch Kooperation

In der Metropolregion Rhein-Neckar haben Kommunen, Kammern und Verwaltungen eine elektronische Vergabelösung erarbeitet, die die öffentliche Beschaffung effizienter und effektiver machen soll. Derzeit beteiligen sich 65 der 155 Kommunen der Region an der gemeinsame E-Vergabeplattform www.auftragsboerse.de. Das entspricht mehr als der Hälfte des Vergabevolumens der gesamten Region und ca. zwei Drittel der in der Region durchgeführten Vergabeverfahren.
Durch das regional abgestimmte Vorgehen und die Vereinheitlichung von Verwaltungsprozessen reduziert sich für die Nutzer der Plattform deutlich der bürokratische Aufwand bei der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen.

Preisträger: Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes

Kosten einsparen und Sicherheit erhöhen durch innovative Schleusenfernsteuerung und umweltgerechte hydraulische Kompaktantriebe

Die Fachstelle Maschinenwesen Süd (FMS) in Nürnberg ist als technische Dienststelle der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes für große Instandsetzungen, Umbauten oder Neubauten an Schleusen und Wehren sowie sonstigen wasserbaulichen technischen Einrichtungen zuständig. 1998 hat die FMS ein Konzept erstellt, Schleusen an Großwasserstraßen so zu gestalten, dass diese automatisch und aus der Ferne bedient werden können. Dieser Plan war im Bereich der Wasserstraßen weltweit einzigartig, da diese Anlagen besonderen sicherheitstechnischen Anforderungen unterliegen.

Bis Ende 2009 wurden 40 der 56 großen Schleusen des Mains, des Main-Donau-Kanals und der Donau so automatisiert, dass sie von  Fernbedienzentralen aus gesteuert und überwacht werden können. Durch die Neuerungen werden bei den Hardwarekosten Einsparungen von 40 Prozent gegenüber der bisherigen Technik erzielt. Die personellen Einsparungen belaufen sich ebenfalls auf 40 Prozent. Diese hydraulischen Kompaktantriebe haben international großes Aufsehen erregt und werden inzwischen auch in Frankreich, in den Niederlanden, in Kanada, in den USA, in Panama und in China angewendet.

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