Sieger im Wettbewerb "Innovation schafft Vorsprung" für öffentliche Auftraggeber waren 2011 der Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreises und die Klinik Logistik Eppendorf GmbH. Auf dem "Tag der öffentlichen Auftraggeber" haben der Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Jochen Homann, und Dr. Holger Hildebrandt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), den gemeinsam initiierten Preis verliehen.

Jochen Homann: "Mit der heutigen Preisverleihung zeigen wir, dass es auch im kommunalen Aufgabenbereich Beschaffungen gibt, die sehr innovativ und gleichzeitig wirtschaftlich sind."

Dr. Holger Hildebrandt: „Die Rolle des Einkaufs wird auch in öffentlichen Institutionen immer wichtiger. Die Siegerkonzepte zeigen, wie neue, innovative Beschaffungskonzepte in relativ kurzer Zeit maßgeblich zur Steigerung der Wertschöpfung bzw. zur Einsparung von Steuergeldern beitragen können.“

Preisträger: Kreisausschuss des Schwalm-Eder-Kreises

Aufgrund der angespannten finanziellen Lage der Bundesländer lassen sich viele Kreisstraßen nach Abschluss von Kanalarbeiten nur mit einem geringen finanziellen Aufwand notdürftig wieder herstellen, um zu einem späteren Zeitpunkt erneut aufgerissen und vollständig ausgebaut zu werden. Hier setzt die Lösung des Schwalm-Eder Kreises an. Während nach dem üblichen Prozedere Kanal- und Straßenbauarbeiten getrennt, d.h. von zwei verschieden Baulastträgern, vergeben werden, übernimmt bei der Lösung des Schwalm-Eder-Kreises die für den Kanalbau zuständige Kommune auch die Straßenbaulast. Vorteil: Planungskosten werden gespart, der doppelte Baustellenaufbau fällt weg, der Straßenaufbau erfolgt – abseits starrer Richtlinien – angepasst an die individuellen Gegebenheiten vor Ort. Konkret spart das Modell des Kreises im Vergleich zu den klassischen Ausbauvarianten zwischen 40 und 62 Prozent Kosten und damit Steuergelder.

Preisträger: Klinik Logistik Eppendorf GmbH

In der Klinik Logistik Eppendorf GmbH (KLE), einer 100-prozentige Tochter des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), wurden durch den Einsatz einer neuen Software im Sterilgutlager die Beschaffungsprozesse und Materialflüsse für OP-Zubehör deutlich verbessert. Konkret wurde ein bestandsgeführtes Lager für Medicalprodukte aufgebaut, durch das der Materialverbrauch in den OPs durchgängig nachvollzogen und Materialverbrauch sowie Kosten dem einzelnen Patienten zugeordnet werden können. Auf dieser Grundlage können die Leistungen mit den Krankenkassen abgerechnet werden. Außerdem ist es möglich, die Lagerbestände bei der Disposition zu berücksichtigen und den Beschaffungsprozess insgesamt zu vereinfachen. Neben einer deutlichen Prozessverbesserung konnten die im Vorfeld erwarteten Kosteneinsparungen von jährlich 40.000 Euro realisiert werden.

Ansprechpartner

Bild von Bianka Blankenberg
Bianka Blankenberg Pressereferentin
+49 69 30838-108
+49 69 30838-189