Innovation schafft Vorsprung: 2014

Sieger im Wettbewerb "Innovation schafft Vorsprung" für öffentliche Auftraggeber waren 2014 die Stadt Homburg (Saar) und die Technologieagentur der Stadt Wien ZIT. Der Preis wurde auf dem "Tag der öffentlichen Auftraggeber" vom Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer, und Dr. Christoph Feldmann, Hauptgeschäftsführer des BME, verliehen.

Uwe Beckmeyer: "Mit der heutigen Preisverleihung wollen wir erreichen, dass vorbildliche In-novationen bei der öffentlichen Beschaffung breite Anwendung finden. Erstmals haben wir in diesem Jahr mit der Stadt Wien auch einen Preisträger außerhalb Deutschlands. Dies zeigt: In einer globalisierten Wirtschaft wird auch für die öffentliche Verwaltung der Blick über die Staatsgrenzen hinaus immer wichtiger."

Dr. Christoph Feldmann: "Innovation fängt in den Köpfen an. Innovationen zu realisieren, stellt zunächst eine Herausforderung dar, ist auf lange Sicht aber eine große Chance und ein we-sentlicher Beitrag zur Modernisierung der Verwaltung. Die Siegerkonzepte des diesjährigen Wettbewerbs ‚Innovation schafft Vorsprung‘ zeigen, wie neue, innovative Beschaffungskonzepte maßgeblich zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit beitragen und dabei eine Vorbildfunktion für Projekte in anderen Kommunen haben."

Preisträger Stadt Homburg (Saar)

Die Stadt Homburg (Saar) hat es geschafft, beim Neubau eines Schwimmbades den städtischen Haushalt zu entlasten und gleichzeitig Planungssicherheit für den Auftragnehmer zu schaffen. Gelungen ist das durch ein innovatives Verfahren bei der Auftragsvergabe. Um wirt-schaftliche Vorteile zur realisieren, wurde das Projekt als ÖPP-Modell ausgeschrieben. Da die Stadt Homburg durch die anstehenden Investitions- und Folgekosten motiviert war, eine mög-lichst hohe Wirtschaftlichkeit zu erreichen, wurden den Bietern weitreichende planerische und unternehmerische Freiheiten zur Umsetzung der Mindestanforderungen zugestanden. Gleich-zeitig wurden exakte Obergrenzen für die städtische Kostenbelastung vorgegeben. Der Vorteil: Mit Vorgabe der Kostenobergrenzen konnten die Bieter frühzeitig ihre Beteiligung am Vergabe-verfahren prüfen und die jeweiligen Angebote optimal auf die städtischen Rahmenbedingungen anpassen. Für die Stadt Homburg konnte sichergestellt werden, dass nur genehmigungsfähige Lösungen berücksichtigt werden. Um den Bietern die Angebotsabgabe zur erleichtern, wurde ihnen ein einheitliches Kalkulationstool zur Verfügung gestellt, in das die geplanten Investitions-kosten und Betriebsparameter eingetragen wurden. Die Bieter konnten dadurch die Einhaltung bzw. eine Überschreibung der Kostenobergrenze klar ablesen, verschiedene Angebotsstrategien vergleichen und ihr finales Angebot optimieren. Für die Vergabestelle der Stadt wurde die Auswertung der Angebote durch das Tool vereinfacht.

Preisträger ZIT – Technologieagentur der Stadt Wien

Das Projekt „WienWin“ der österreichischen Landeshauptstadt hat zum Ziel, über eine Internet-plattform den strukturierten Dialog zwischen regionalen Innovationstreibern und potenziellen Anwendern aus dem öffentlichen Bereich zu fördern sowie die Entwicklung innovativer Produkte und Verfahren transparent zu machen. WienWin ermöglicht es Wiener Unternehmen und For-schungseinrichtungen, neue und innovative Produkte und Ideen auf der Plattform www.wienwin.at zu registrieren. Die Einkäufer der Wiener Stadtverwaltung können auf der Website passende Lösungen finden. Derzeit sind mehr als 380 Produkte und Dienstleistungen aus den unterschiedlichsten Branchen im Innovationspool gelistet. Das WienWin-Team infor-miert die Projektverantwortlichen der Wiener Stadtverwaltung in Gesprächen über neue Innova-tionen. Wenn konkrete Produkte auf Interesse stoßen, organisiert das Team ein so genanntes Stadtgespräch und berät die Interessenten  über passende Förderangebote für Entwicklungs- und Innovationsprojekte. In Gesprächen mit Fachleuten der Stadtverwaltung und mittels stan-dardisierter Fragebögen sammelt das WienWin-Team Rückmeldungen zu den einzelnen Pro-dukten und Dienstleistungen und gibt diese an die Anbieter weiter. Davon profitieren beide Sei-ten: die Firmen erhalten Feedback von potenziellen Anwendern. Die öffentlichen Auftraggeber werden zeitnah über neuen Lösungen in ihrem Bereich informiert. Der Vorteil: WienWin macht sichtbar, wo und wie Innovationen bereits von der Stadt genutzt werden. Diese Beispiele können potenzielle Anwender dazu motivieren, innovative Lösungen in ihrem Bereich einzuführen.

Ansprechpartner

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Bianka Blankenberg Pressereferentin
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