Innovation schafft Vorsprung: 2015

Sieger im Wettbewerb „Innovation schafft Vorsprung“ für öffentliche Auftraggeber wurden 2015 die KfW Bankengruppe und die IT-Beschaffungsstelle Dataport. Der gemeinsam vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und dem BME initiierte Preis wurde im Februar auf dem "Tag der öffentlichen Auftraggeber" durch den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer, und BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Christoph Feldmann verliehen.

Uwe Beckmeyer: "Mit der heutigen Preisverleihung wollen wir diejenigen auszeichnen, die den Mut haben, neue Wege zu beschreiten und innovative Vorhaben im Bereich der öffentlichen Beschaffung umzusetzen. Sie sollen Vorbild sein und zum Nachahmen anregen."

Dr. Christoph Feldmann: "Die Entwicklung von Innovationen und deren Umsetzung in die Pra-xis ist für eine moderne Industrienation wie Deutschland unverzichtbar. Die Siegerkonzepte des diesjährigen Wettbewerbs ‚Innovation schafft Vorsprung‘ zeigen, wie neue, innovative Beschaf-fungskonzepte maßgeblich zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit beitragen und dabei eine Vorbildfunktion für Projekte in anderen Institutionen haben."

Preisträger KfW, Frankfurt

Die Bankengruppe hat durch die Zentralisierung des Einkaufs und die Einführung standardisierter Beschaffungsprozesse eine effiziente und effektive Versorgung für die Bank aufgebaut. Die Verantwortlichen bündelten dabei alle Beschaffungsaktivitäten in einer neu geschaffenen Abteilung Zentrale Beschaffung, in die alle Mitarbeiter integriert wurden, die bislang individuelle Einkaufsaktivitäten für einzelne Bereiche durchgeführt hatten. Parallel dazu wurden für die Beschaffung eine Organisationsform und -struktur festgelegt und die Beschaf-fungsprozesse neu definiert. Um die Prozessschritte und die Entwicklung der Beschaffung transparent und effizient managen zu können, wurde ein „Einkaufs-Cockpit“ eingerichtet, mit dem verschiedene Kennzahlen erhoben werden.

Preisträger Dataport, Altenholz

Die Dataport AöR wurde in ihrer Funktion als zentrale IT-Beschaffungsstelle der Trägerländer Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein beauftragt, einen neuen Rahmenvertrag über IT-Hardware und hardwarenahe Dienstleistungen für die ca. 60.000 Arbeitsplätze abzuschließen. Dataport wurde in einem Pilotprojekt damit beauftragt, sozialen Standards eine signifikante Be-deutung bei der Vergabeentscheidung einzuräumen. Das Thema stand bei der Gewichtung von insgesamt zehn Qualitätskriterien an dritter Stelle. Die Bieter mussten darstellen, inwieweit sie bereits auf ILO-Kernarbeitsnormen achten und wie sie künftig auf deren Einhaltung bei Herstel-lern und Zulieferern einwirken werden. Der aktuelle Rahmenvertragspartner hat im Zuge der Umsetzung seines Konzeptes einen "Verhaltenskodex für Lieferanten von Gütern und Dienst-leistungen" entwickelt, den seine Vertragspartner unterschreiben und einhalten müssen.

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