09.02.2017 // Strategien, Methoden & Tools

Studie: Einkäufer wollen bessere Teams

Mehr als jeder zweite der von Deloitte befragten Einkaufsleiter glaubt nicht daran, die eigene Einkaufsstrategie mit dem derzeitigen Team umsetzen zu können.

Gute Teams sind entscheidend für den Erfolg im Einkauf. Foto: Peshkova/Fotolia Gute Teams sind entscheidend für den Erfolg im Einkauf. Foto: Peshkova/Fotolia

Die Entwicklung von Fachkräften wird zu einem entscheidenden Faktor im Einkauf. 60 Prozent der Einkaufsleiter meinen, dass sie ihre Beschaffungsstrategie nicht mit ihren aktuellen Mitarbeitern umsetzen können. Fast 80 Prozent wollen die Fortbildung ihrer Einkäufer stärken, um sich als Business Partner weiter zu positionieren. Das ist das Ergebnis der Studie „Chief Procurement Officer Survey“ des Beratungsunternehmens Deloitte in Zusammenarbeit mit Odgers Berndtson. Befragt wurden 480 Einkaufsleiter in 36 Ländern.  

Dennoch bleiben die Investitionen in Aus- und Weiterbildung sehr gering. Weniger als 1 Prozent des Gesamtbudgets werden in Trainings investiert. Nach wie vor liegt der Fokus im Einkauf auf Einsparungen. Knapp 80 Prozent der Befragten wollen Kosten sparen, auch resultierend aus den Vorgaben der Finanzabteilungen. Die Kosten sollen reduziert werden mithilfe von Bündelungs- und Wettbewerbshebeln. Wenig eingesetzt werden andere Instrumente wie Kostensenkungshebel auf der Demandseite und bei der Lieferantenintegration. Auch wenn neun von zehn Studienteilnehmer auf Digitalisierung setzen, sind Ansätze wie Prozessautomatisierung und Robotics noch in den Anfängen.

Die Wahrnehmung des Einkaufs hat sich in den Unternehmen gewandelt. Aus den Vorstandsetagen ist die Unterstützung für die Beschaffung deutlich gestiegen. Es zeigt sich, dass die Top-Performer ein besonders starkes Vorstandsmandat haben, aktiv in Unternehmensentscheidungen eingebunden werden und über eine herausragende Mitarbeiterqualifikation verfügen.

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