13.09.2013 //

Rohstoffeinkauf bleibt weiter günstig

Die meisten Industriemetalle sind zurzeit preiswert am Markt zu haben.

Die Preise für Industriemetalle sind im Vergleich zum Vorjahr zum Teil dramatisch gesunken. Foto: Schlenk

Rohstoffeinkäufer können sich auch in den nächsten Wochen über günstige Preise freuen. Zwar dürften sich einzelne Soft Commodities wie Soja oder Kakao verteuern, gleichzeitig bleiben aber die Preise für die meisten Industriemetalle moderat, schreibt die DekaBank in ihrem aktuellen Makro Research. Sorgen um das globale Wachstum sowie der Syrien-Konflikt waren nach Einschätzung der DekaBank-Analysten seit Mitte August zentrale Themen, die die Entwicklung an den Rohstoffmärkten bestimmten. Dementsprechend unterschiedlich sei die Wertentwicklung in den einzelnen Marktsegmenten ausgefallen. Rohöl, Gold und Silber hätten zeitweise deutliche Kursgewinne verbuchen können, die sie nach den jüngsten Signalen für eine diplomatische Lösung in Syrien jedoch teilweise wieder abgaben. „Erheblich unter Druck kamen auch die konjunktursensiblen Industriemetalle, denen vor allem die Turbulenzen in den Schwellenländern und die Anzeichen für eine dortige deutliche Wachstumsverlangsamung zu schaffen machten. Bei den Agrarrohstoffen verzeichneten Soja und Kakao Preisanstiege, während sich der Preisverfall bei Kaffee fortsetzte“, heißt es in dem DekaBank-Bericht weiter.

Die zuletzt wieder besseren Konjunkturindikatoren aus China, den USA und Europa sowie schwindende politische Risikoprämien deuteten auf eine Bodenbildung bei vielen Rohstoffpreisen hin. Aus Anlegersicht sieht die DekaBank für die kommenden Monate für einzelne Rohstoffe Erholungspotenzial, je nachdem wie sich die Angebots- und Nachfragesituation darstelle. Eine starke Beschleunigung der Wachstumsdynamik in den wichtigsten Rohstoffverbrauchsländern China und USA sei allerdings nach wie vor nicht zu erwarten. „Vor diesem Hintergrund ist vor allem bei den konjunkturzyklischen Rohstoffen lediglich mit einer moderaten Preisentwicklung zu rechnen. Der in Euro gerechnete Goldpreis dürfte weiterhin um die Marke von 1.000 Euro je Feinunze notieren“, so die DekaBank abschließend.
 

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