2. Customs & Trade Summit startet im September

Während einer Einkaufsverhandlung werden Zölle oft zu wenig beachtet. Dabei riskieren Firmen hohe Nachforderungen oder Lieferzeitverzögerungen, wenn das Zollrecht vernachlässigt wird. Wie sich Einkauf und Logistik bestmöglich absichern und welche Strategien zum Erfolg führen, beleuchtet die BME-Fachveranstaltung im September in Darmstadt.

Foto: Pixabay

Ohne genaue und aktuelle Kenntnisse im Zoll- und Exportkontrollrecht kann globaler Einkauf nicht funktionieren. Mit Blick auf die Handelsstreitigkeiten zwischen China und den USA sowie dem Brexit gewinnt das Thema eine zusätzliche Brisanz. Selbst die geringfügigsten Änderungen im Außenwirtschaftsrecht können erhebliche Auswirkungen auf Einkauf und Logistik haben. Gleichzeitig bietet das Thema auch große Chancen für Einkauf und Logistik: Erfolgt die Sorucing-Strategie unter Berücksichtigung von Zoll- und Exportkontrolle können Kosten gespart werden, die Sicherheit in der Lieferkette nimmt zu.

Nach der erfolgreichen Premiere des 1. BME Customs & Trade Summit im vergangenen Jahr wird die Veranstaltung am 3. und 4. September 2019 in Darmstadt fortgeführt. Die Veranstaltung adressiert branchenübergreifend Entscheider sowie Einkäufer und Logistiker, die in zoll- und exportkontrolltechnische Verfahren eingebunden sind.

2. BME Customs & Trade Summit

  • Top Speaker
  • brandaktuelle Themen – branchen- und abteilungsübergreifend
  • keine trockene Theorie, sondern Praxis live!

Highlights

  • Erfahrungsbericht: Aufbau einer Zollabteilung mit dem Einkauf
    Maren Zels, Venator Germany GmbH
  • Digitales Zollmanagement: Herausforderungen für Einkauf und Logistik
    Prof. Dirk Hartel, Duale Hochschule Baden-Württemberg
  • Expertentisch für Logistiker
    Thomas Möllers, SpanSet
  • Incoterms 2020 – ein Must-have für jeden, der Handel betreibt
    Dr. Oliver Wieck, ICC Germany
  • Integrierte Einkaufsentscheidungen zur Erlangung von Zollvorteilen und Sicherstellung der Trade Compliance
    Michael Tomuscheit, BMW Group
  • Kostenersparnis und Sicherheit in der Lieferkette: USA und China
    Sabine Gebauer, Lässig GmbH; Sonja Müller, IHK Darmstadt und Ffm

Fachlicher Vorsitz und Moderation

Lars Gempp, Customs & Trade Compliance Country Manager, Novartis Technical Operations

Wo:       Maritim Konferenzhotel Darmstadt. Rheinstraße 105, 64295 Darmstadt
Wann:  3.-4. September 2019

Zusätzlich buchbare Workshops

  • Basis-Workshop A, 2.9.2019
    Zollwissen für den Einkauf
  • Experten-Workshop B, 5.9.2019
    Customs IT – Einkauf und Implementierung

Kontakt

Inhaltliche Fragen:

Sarah Jaax
Tel.: 06196 5828-254
E-Mail: sarah.jaax(at)bme.de

Anmeldungen:
Frühbucherrabatt bis 15. Juli!

Melanie Baum
Tel.: 06196 5828-201
E-Mail: melanie.baum(at)bme.de

Zur Veranstaltung

Zum Programm

                          Post vom Zollamt vermeiden

Foto: privat

Maren Zels ist Customs Manager bei der Venator Germany GmbH. Wenn Unternehmen kein finanzielles Risiko eingehen wollen, ist der Aufbau einer strukturierten Zollabteilung zusammen mit dem Einkauf eine wichtige Aufgabe, so die Zollexpertin. Auf dem 2. Customs and Trade Summit wird sie zum Thema „Aufbau einer Zollabteilung mit dem Einkauf“ einen Vortrag halten.

Warum sollte ein Unternehmen eine Zollabteilung aufbauen?

Der Aufbau einer strukturierten Zollabteilung unter Einbeziehung des Einkaufs mindert das finanzielle Risiko und sichert Produktverfügbarkeiten ab. Die Einkaufsabteilung eines Unternehmens ist der erste Ansprechpartner für Lieferanten. Wenn man weiß, worauf zu achten ist, profitiert das ganze Unternehmen davon – sei es finanziell oder durch einen geringeren personellen Aufwand. Auch stellt man sicher, das hinsichtlich des Zollkodex der Europäischen Union gesetzeskonform gearbeitet wird.

Welche Klippen müssen überwunden werden?

An erster Stelle steht die Kommunikation. Wenn nicht alle involvierten Personen bei Importen erkennen, wie wichtig der Informationsfluss ist, scheitert ein solcher Anlauf. Am Anfang sind alle Personen zurückhaltend, kennen sich natürlich zunächst untereinander nicht. Ein Team Building Event nimmt die ersten Hemmungen und ein praxisnaher Workshop vertieft das Verständnis über die Brisanz.

Was droht, wenn man die Auseinandersetzung mit zollrechtlichen Fragen vermeidet?

Sollte Ware in die Europäische Union überführt werden, die falsch deklariert ist, oder wobei ein Incoterm genutzt wird, der nicht richtig verstanden wurde, entsteht finanzieller Schaden für das Unternehmen bis hin zum Verlust zollrelevanter Bewilligungen.

Wie gewinne ich im Unternehmen Unterstützung für das Projekt?

Ich habe dem Geschäftsführer und dem Einkaufsleiter die Frage gestellt: „Was würden Sie tun, wenn Sie bei Ebay Ware kaufen und auf einmal Post vom Zollamt bekommen? Darin steht, dass Sie Ihre Ware bei der Behörde abholen müssen, und beim Öffnen des Pakets schüttelt der Zollbeamte mit dem Kopf; Sie müssen mehr als den doppelten Preis als Strafe bezahlen, da die Ware falsch deklariert wurde. Ist man mit so einer Situation einverstanden?“ Das praktische Beispiel ist für jeden verständlich und einleuchtend. Viele Dinge nimmt man im privaten Bereich auch nicht hin, warum dann im Unternehmen? Bestelle ich privat eine Ware, achte ich auch auf Lieferbedingungen, Rechnungsdetails und Versandart.

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