27.08.2013 //

Finanzmärkte haben aus Lehman-Pleite gelernt

IW-Studie sieht Banken heute besser gegen Krisen gewappnet als noch vor fünf Jahren.

Bankgebäude am Times Square in New York City. Foto: wikipedia

Die internationalen Finanzmärkte sind heute weitaus besser gegen Krisen gewappnet als noch vor fünf Jahren beim Zusammenbruch der US-Bank Lehman Brothers. Zu diesem Ergebnis kommt eine soeben vorgelegte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Demnach trägt vor allem die verschärfte Eigenkapitalrichtlinie dazu bei, dass Banken ihre Geschäfte künftig besser absichern. Das wiederum macht das Finanzsystem als Ganzes robuster, heißt es in einer IW-Pressemitteilung. „Durch die neuen Regeln ist das Geld der Steuerzahler bei Bankenkrisen besser geschützt als bisher. Jetzt kommt es darauf an, dass sich die Finanzaufsicht als Schiedsrichter nicht scheut, bei Verstößen konsequent die Rote Karte zu ziehen“, betonte IW-Direktor Prof. Michael Hüther.

Entscheidend für den Erfolg der Regulierungen sei nach Ansicht der IW-Forscher eine möglichst effiziente Aufsicht. Diese müsse auf europäischer Ebene installiert sein, da die Aufsichtsbehörden in verschiedenen Euro-Staaten in der Vergangenheit zu nachlässig waren. Außerdem solle die personelle und technische Ausstattung der Finanzaufsicht gestärkt werden. Sie benötige zudem einen unabhängigen wissenschaftlichen Beirat nach dem Vorbild der Monopolkommission, um stets auf dem neuesten Stand der Entwicklungen im Finanzsektor zu sein. Die Regulierung der sogenannten Schattenbanken müsse der Studie zufolge noch konsequenter erfolgen. Sie sollen sich als Finanzdienstleister registrieren müssen, eine EU-Zulassung bekommen und einer effektiven Aufsicht unterworfen werden. Als wenig hilfreich beurteilen die IW-Forscher dagegen eine Finanztransaktionssteuer, da sie nicht die Krisenursachen bekämpfe.

Mehr Infos: Ein aktuelles Hintergrundmaterial zum Thema ist als PDF-File auf der BME-Homepage abrufbar.


 

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