Altmaier: Corona-Pandemie führt Wirtschaft in die Rezession

Bundeswirtschaftsminister: „Müssen wirtschaftliches und gesellschaftliches Leben mit Augenmaß hochfahren, dann ist in zweiter Jahreshälfte Erholung möglich“

Die Corona-Pandemie stürzt die global economy und mit ihr die deutsche Volkswirtschaft in eine Rezession. Foto: Pete Linforth/pixabay.com Die Corona-Pandemie stürzt die global economy und mit ihr die deutsche Volkswirtschaft in eine Rezession. Foto: Pete Linforth/pixabay.com

„Die Corona-Pandemie stürzt die Weltwirtschaft und mit ihr die deutsche Volkswirtschaft in eine Rezession. Die Bundesregierung rechnet für das Jahr 2020 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 6,3 Prozent (preisbereinigt)“ heißt es in einer Pressemitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi). Für das Jahr 2021 werde im Zuge des Aufholprozesses ein Zuwachs in Höhe von 5,2 Prozent erwartet.

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie führen unsere Wirtschaft nach zehn Jahren Wachstum in eine Rezession. Um die wirtschaftlichen Folgen so gering wie möglich zu halten haben wir mit einem beispiellosen Schutzschirm von über einer Billion Euro gegengehalten“, betont Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Ziel müsse es seiner Ansicht nach sein, „dass wir die Substanz unserer Wirtschaft erhalten, unsere Unternehmen und unsere Beschäftigten durch diese Krise hindurch begleiten. Dennoch werden wir dieses Jahr deutliche Einschnitte der Wirtschaftsleistung hinnehmen müssen.“

Deutschland stehe vor großen Herausforderungen, wirtschaftlich und politisch. „Wir müssen unsere Schutzstrategie jetzt intelligent weiterentwickeln. Dabei dürfen wir nicht überstürzt einen zweiten hohen Anstieg der Infektionszahlen riskieren. Denn nur, wenn wir das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben mit Augenmaß hochfahren, können wir bereits in der zweiten Jahreshälfte wieder eine langsame Erholung starten“, so Altmaier weiter. Die Projektion der Bundesregierung berücksichtige, dass an den weitreichenden Maßnahmen zur Beschränkung der sozialen Kontakte im öffentlichen Raum zum Schutz von Gesundheit und Leben ab Mitte März und den gesamten Monat April festgehalten wurde. Danach werde von einer schrittweisen und maßvollen Lockerung der Verhaltensmaßnahmen ausgegangen. Der stärkste Einbruch der Wirtschaftsleistung erfolge demnach im Verlauf des zweiten Quartals dieses Jahres. Danach setze die Belebung der wirtschaftlichen Aktivitäten ein.

Weitere Einzelheiten der Projektion: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie stürzen die Weltwirtschaft in eine schwere Rezession, deren Ausmaß die Finanzkrise 2008/09 übersteigt. In Anlehnung an die Prognosen internationaler Organisationen (IWF, OECD) erwartet die Bundesregierung im Jahresdurchschnitt 2020 einen Rückgang der Weltwirtschaftsleistung in Höhe von 2,8 Prozent und eine Erholung im Jahr 2021 um 5,7 Prozent. Es seien Rückgänge bei nahezu allen Verwendungskomponenten des Bruttoinlandsprodukts zu erwarten. Aufgrund der negativen Entwicklung der Absatzmärkte gehen die deutschen Exporte im Jahr 2020 um 11,6 Prozent zurück (2021: +7,6 Prozent). Die geringere Binnennachfrage und der geringere Bedarf an Vorleistungsgütern aus dem Ausland machen sich bei den Importen bemerkbar.

Kontakt für Presse-Anfragen zur Entwicklung des IHS Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI): 
Frank Rösch, BME-Konjunktur- und Rohstoffmonitoring
E-Mail: frank.roesch(at)bme.de

 

 

 

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