05.07.2019 //

Berufsbegleitend studieren an der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI)

Am Institut für Akademische Weiterbildung (IAW) der THI können Sie berufsbegleitend den MBA-Abschluss Beschaffungsmanagement erwerben. Studiengangleiter Prof. Dr. Dirk Hecht gab dem BME ein Interview.

Foto: Sarunyu_foto / Fotolia Foto: Sarunyu_foto / Fotolia

Das Thema Beschaffung gewinnt in den industriellen Wertschöpfungsprozessen zunehmend an Bedeutung. Neben dem Beherrschen der klassischen Methoden des operativen Einkaufs muss der moderne Beschaffungsmanager in der Lage sein, technische Zusammenhänge mit betriebswirtschaftlichen Aspekten zu kombinieren und komplexe Strukturen effizient zu gestalten. Dazu bietet das IAW den berufsbegleitenden Masterstudiengang Beschaffungsmanagement an: https://www.thi.de/iaw/studiengaenge/beschaffungsmanagement-mba

Prof. Dr. Dirk Hecht, Studiengangleiter MBA Beschaffungsmanagement an der Technischen Hochschule Ingolstadt, gab dem BME folgendes Interview:

Prof. Dr. Dirk Hecht

Prof. Dr. Dirk Hecht

BME: Welche Inhalte möchten Sie den Studierenden im berufsbegleitenden MBA Beschaffungsmanagement auf jeden Fall mit auf den Weg geben?
Thematisch werden in den Modulen sowohl Strategisches Beschaffungsmanagement und Cost Engineering als auch Internationales Supply Chain Management und Qualitäts- und Innovationsmanagement beleuchtet. Abgerundet werden die Inhalte durch ein Projektmodul im Ausland.  Bei allen Themen ist es uns wichtig, dass die Studierenden diese nicht nur beherrschen, sondern neue Ansätze und Methoden transferieren und entwickeln können, auch über den eigenen Tellerrand hinaus. Neben den fachlichen Kompetenzen, die für die berufliche Qualifikation natürlich essentiell sind, legen wir daneben auch Wert darauf, dass sich die Studierenden in den Themen Methodenkompetenz, Selbstkompetenz und Sozialkompetenz weiterentwickeln.

Wie stellen Sie sicher, dass der MBA auch weiterhin aktuell bleibt?
Das Programm soll im kommenden Wintersemester zum 6. Mal starten und wir hinterfragen zusammen mit unseren größten Partnern die Lehrinhalte und Module, um aktuelle Entwicklungen und Trends aufzunehmen. Wir legen Wert darauf, dass dies in regelmäßigen Abständen erfolgt, trotz der Herausforderung, dass bei einer staatlichen Hochschule wie der THI Änderungen durch das Ministerium freigegeben werden müssen.

Welche neuen Ansätze aus der Branche sind im berufsbegleitenden Studiengang integriert?
Eine sehr wichtige Rolle im MBA Beschaffungsmanagement spielen die Themen Nachhaltigkeit, Compliance, Cost Engineering und Digitalisierte Beschaffung. Diese fließen entsprechend in die verschiedenen Module ein.

Welchen Hintergrund haben die Studierenden?
Alle Studierenden sind seit mindestens 2 Jahren berufstätig im Beschaffungsumfeld und haben mindestens einen ersten akademischen Abschluss auf Bachelorniveau in verschiedenen Fachrichtungen. 60-70 Prozent der Studierenden kommen aus dem Automotive-Bereich, wobei unser Hauptpartner der VW-Konzern ist.

Wie sind die Vorlesungen und Lehrveranstaltungen im berufsbegleitenden MBA aufgebaut und wie unterscheiden sie sich von denen im Vollzeit-Studium?
Ein wichtiger Bestandteil der Lehrveranstaltungen ist die Reflexion der Praxis aus dem Berufsalltag und das Arbeiten mit Case Studies. Für ein funktionierendes Blended Learning, bei dem sich Selbststudium und Präsenzphasen abwechseln, ist auch die Eigenverantwortung und Disziplin der Studenten unbedingt notwendig. Im Fokus der intensiven Präsenzphasen steht, in kleinen Gruppen die eigenen beruflichen Erfahrungen mit der Theorie zu verknüpfen.

Wie erleben Sie die Studierenden im berufsbegleitenden Studium?
Die berufsbegleitend Studierenden sind sehr engagiert, konstruktiv kritisch und diskussionsfreudig in den Lehrveranstaltungen und bringen natürlich Beispiele aus der eigenen Berufserfahrung ein.

Wodurch unterscheidet sich das Programm inhaltlich von anderen Programmen in diesem Themenfeld?
Wir sehen die Beschaffung als wertschöpfenden, selbstständigen und gestaltenden Beitrag und nicht als Bestandteil des Supply Chain Managements. Das ist uns für den Studiengang sehr wichtig.

Auf welche Herausforderungen als Studiengangleiter stoßen Sie?
Wir arbeiten mit sehr vielen Kollegen aus der Praxis und aus anderen Hochschulen wie Regensburg oder der Universität der Bundeswehr in München zusammen, um die beste Expertise für den Studiengang zu erreichen. Die enge und regelmäßige Abstimmung unter den Dozenten erfordert viel Disziplin.

Über den Studiengang:

Ziel des weiterbildenden Masterstudienganges Beschaffungsmanagement ist die Vermittlung betriebswirtschaftlichen Wissens mit dem Fokus auf eine Berufstätigkeit in Beschaffungsorganisationen. Der MBA richtet sich an Hochschulabsolventen mit ingenieurwissenschaftlichem, technischem, betriebswirtschaftlichem oder verwandtem Studium aus dem beruflichen Umfeld der Beschaffung, des Einkaufs oder der Logistik. Auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden werden die Studierenden auf die Übernahme qualifizierter Führungs- und Managementaufgaben in international agierenden Unternehmen vorbereitet. Der Studiengang ist speziell auf die Bedürfnisse Berufstätiger ausgerichtet und durch Blended-Learning-Formate werden die Präsenzzeiten des Studiums reduziert. Die Präsenztage finden vorwiegend an Freitagen und Samstagen statt. Ein Highlight dieses Studiengangs bildet die Projektwoche im Ausland, in welcher die Studierenden einen praxisnahen Einblick in das internationale Beschaffungsmanagement erhalten. Studienstart ist jeweils zum Wintersemester. Die Bewerbungsfrist endet zum 15. Juli.

 

 

Weiterempfehlen

Weitere Meldungen zu: