23.07.2018 //

BME baut weitere Brücke zum Beschaffungsmarkt China

Rund 250 deutsche/europäische Einkäufer, Logistiker und Supply Chain Manager sowie 150 chinesische Firmenvertreter sorgten auf dem 2. Sino-German Procurement 4.0 Summit in Chengdu für eine Rekordbeteiligung.

Fachvorträge aus der Industrie und eine Podiumsdiskussion zogen die Teilnehmer des 2. Sino-German Procurement 4.0 Summit in Chengdu in ihren Bann. Foto: Riccardo Kurto/BME Fachvorträge aus der Industrie und eine Podiumsdiskussion zogen die Teilnehmer des 2. Sino-German Procurement 4.0 Summit in Chengdu in ihren Bann. Foto: Riccardo Kurto/BME

Der BME baut seine China-Aktivitäten kontinuierlich aus. In Chengdu beteiligten sich rund 250 deutsche bzw. europäische Einkäufer, Logistiker und Supply Chain Manager sowie 150 chinesische Firmenvertreter am 2. Sino-German Procurement 4.0 Summit. „Damit konnten wir die Teilnehmerzahl im Vergleich zur Auftaktveranstaltung im September 2017 um rund 140 erhöhen. Einmal mehr ist unser Verband seiner Funktion als Brückenbauer zum Beschaffungsmarkt China gerecht geworden“, zog Riccardo Kurto, China-Beauftragter des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), nach Abschluss der zweitägigen Fachveranstaltung (19./20. Juli) ein erstes positives Fazit.

Unter den Teilnehmern befanden sich namhafte deutsche und europäische Unternehmen, darunter Schaeffler, Fiat Chrysler Automotive, Airbus und Reyher. Der 2. Sino-German Procurement 4.0 Summit stand in diesem Jahr unter dem Motto „Belt & Road Initiative: Connecting Procurement and Smart Manufactoring across the Supply Chain”.

Gemeinsam mit dem Institut für Automatisierung und Industrie Technologie (IAIT), hat der BME dieses Veranstaltungskonzept 2017 erfolgreich ins Leben gerufen. „Die gesteigerte Anzahl an Teilnehmern auf dem diesjährigen Kongress spricht sowohl für die Nachfrage auf dem chinesischen Markt als auch für die Synergieeffekte der Zusammenarbeit zwischen dem IAIT und dem BME in China“, so Thomas Nolting, President des IAIT im Anschluss des Kongresses. 

Das zentrale Gipfel-Thema „Neue Seidenstraße“ wurde nach Angaben des Veranstalters intensiv diskutiert. „Die One-Belt-One-Road-Initiative ist ein von der Zentralregierung in Beijing koordiniertes Projekt der Superlative: China tätigt Investitionen im Milliardenbereich, um mehrere Wirtschafts- und Handelskorridore zu Land und zur See zwischen China und Europa, Afrika, dem Nahen Osten, Südasien, Zentralasien und Südostasien zu etablieren. Dadurch soll vor allem die wirtschaftliche Entwicklung des chinesischen Westens vorangetrieben werden“, erläuterte Kurto. Der Ausbau der Eisenbahnlinie von China über Zentralasien nach Europa, entlang der alten Handelsrouten auf der historischen Seidenstraße, sei nur ein Beispiel für die ambitionierten Pläne der chinesischen Regierung. Da hierdurch vor allem die Entwicklung im Westen des Landes vorangetrieben werde, „haben wir mit Regierungseinrichtungen der Stadt Chengdu starke Partner mit im Boot gehabt“, fügte Kurto hinzu.

Der Kongress habe den deutschen Gästen geschäftspraktische Informationen aus erster Hand zur Belt and Road Initiative vermittelt. „Darüber hinaus konnten die anwesenden deutschen und europäischen Unternehmen die Region kennenlernen und mit anwesenden chinesischen Firmenvertretern in Kontakt treten. Im Rahmen des Summit sind viele neue Netzwerke in einer Region mit großem Entwicklungspotenzial entstanden“, teilte Kurto weiter mit.

Das Feedback der chinesischen Partner, insbesondere der Regierungsorganisationen, sei „durchweg positiv“ gewesen. „Die chinesischen Partner sind an einer Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem BME interessiert. Damit will sich die Region Chengdu, Pujiang für deutsche Unternehmen öffnen und als Beschaffungsmarkt empfehlen“, fügte Kurto hinzu.

BME-Bundesvorstandsmitglied Matthias Gramolla, verwies in seiner Eröffnungsrede auf den laufenden Transformationsprozess Chinas. Die größte Volkswirtschaft Asien entwickle sich zu einem führenden Produktionsstandort für Hightech-Produkte und Innovationen. Damit gewinne die Volksrepublik auch für den deutschen Einkauf weiter an Bedeutung, der laut Gramolla „oft mehr als die Hälfte der Wertschöpfungskette eines Unternehmens ausmacht“.

„Der diesjährige Summit war sehr professionell organisiert. Die Teilnehmer spürten die hohe Motivation der Organisatoren und der beteiligten Regierungsorganisationen“, sagte Thomas Haug, General Manager der F. Reyher Asia Pacific Co. Ltd, Shanghai.

Die Teilnehmer des 2. Sino-German Procurement 4.0 Summit nahmen auch an einer Führung über die Chengdu International Modern Technology Expo teil. Auf der Messe für industrielle Zulieferteile stellten rund 300 ausstellende chinesische Unternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen vor. Ein weiterer Bestandteil des Programms war die Besichtigung des Bosch-Werkes im Sino-German Industrial Park in Chengdu. „Dort werden unter anderem Bohr- und Schleifmaschinen sowie Akkuschrauber für den lokalen Markt und für den Export hergestellt. Die Bosch-Fabrik ist eines der ersten Unternehmen im Sino-German Industrial Park von Chengdu und hat deshalb eine Vorbildfunktion“, informierte Kurto.

Save the Date: Der 3. Sino-German Procurement 4.0 Summit findet voraussichtlich im September 2019 erneut in Chengdu statt.

Die Bildergalerie zur Veranstaltung finden Sie hier...

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