11.06.2019 //

BME-Region Berlin-Brandenburg: Lieferantenrisikomanagement im Fokus

Das Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb – Fachgebiet „Qualitätsstrategie und Qualitätskompetenz – der TU Berlin hat in Kooperation mit der BME-Region Berlin-Brandenburg am 17. Mai 2019 zum zwölften Mal einen TSM-Workshop ausgerichtet. Dabei wurden innovative Methoden für ein Lieferantenrisikomanagement vorgestellt.

Über 40 Experten aus Einkauf, Supply Chain Management und Logistik diskutierten in Berlin über die aktuellen Herausforderungen und Trends im Lieferantenmanagement. Foto: BME-Region Berlin-Brandenburg Über 40 Experten aus Einkauf, Supply Chain Management und Logistik diskutierten in Berlin über die aktuellen Herausforderungen und Trends im Lieferantenmanagement. Foto: BME-Region Berlin-Brandenburg

Die Fachveranstaltung wurde von Prof. Dr.-Ing. Robert Dust, Leiter des Fachgebietes „Qualitätsstrategie und Qualitätskompetenz“ an der TU Berlin und stellvertretender Vorsitzender der BME-Region Berlin-Brandenburg, geleitet. Über 40 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet diskutierten die aktuellen Herausforderungen und Trends im Lieferantenmanagement. Neue Konzepte waren in diesem Kontext ein wichtiges Diskussionsthema: Es gilt, die dringend benötigten Veränderungsprozesse in den Unternehmen zu initiieren und dem drohenden Fachkräftemangel zu begegnen.

Tobias Popp, Leiter Lieferantenmanagement der WITTENSTEIN SE, berichtete über seine Erfahrungen in der praktischen Umsetzung und Anwendung eines ganzheitlichen Lieferantenmanagements. Der Referent unterstrich, dass für eine cross-funktionale Gestaltung und Steuerung der Lieferantenbasis die Einbindung der Mitarbeiter und Kollegen der entscheidende Erfolgsfaktor sei.

Einen detaillierten Einblick in die digitale Transformation gab Joachim Köhler, openspace GmbH. Köhler betonte, dass die Digitalisierung für Unternehmen aller Größen und Branchen bedeutend sei und es für eine Entwicklung der hierfür relevanten Geschäftsmodelle noch nicht zu spät sei.

Hintergrund:

Bei Industrieunternehmen wird ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung von Lieferanten erbracht. Dieser Anteil externer Leistungserbringung ist weiter steigend und hat zur Folge, dass die Gestaltung und Steuerung der Lieferantenbasis einen zunehmend erfolgskritischen Faktor im Unternehmen darstellt.  Mit der steigenden Komplexität der Supply Chain vollzieht sich eine zunehmende Verschiebung der Produkt- und Prozessverantwortung auf die Lieferanten. Heutige Zusammenarbeitsmodelle sind jedoch oft noch durch die Machtverhältnisse zwischen Abnehmern und Lieferanten geprägt. Die dabei entstehenden Reibungsverluste reduzieren den Unternehmenserfolg bis hin zur Gefährdung der Wettbewerbsfähigkeit.

Die zunehmende Abhängigkeit vom Lieferanten im globalen Umfeld erfordert eine kooperative Zusammenarbeit in der Supply Chain, so dass Reibungsverluste minimiert und gemeinsame Potenziale ausgeschöpft werden können. Zum Erfolgsfaktor werden Kooperationsmodelle wie Total Supplier Management mit einer durchgängigen und kostenoptimierten Steuerung der gesamten Lieferantenbasis. Das Resultat ist eine hohe Vernetzungsfähigkeit und Flexibilität des Unternehmens an der Schnittstelle zu den Lieferanten.

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