07.10.2019 //

BME-Region Berlin-Brandenburg: Menschenrechte im Blickpunkt

Im Rahmen der erfolgreichen Veranstaltungsreihe „Nachhaltige Beschaffung“ tauschten sich Beschaffungsentscheider der BME-Region Berlin-Brandenburg über die Einhaltung der Menschenrechte entlang der gesamten Lieferkette aus.

Malte Drewes vom NAP Helpdesk der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung analysierte, welchen Herausforderungen Einkäufer von Global Playern und KMU sich stellen müssen, um die Einhaltung der Menschenrechte entlang der Lieferkette bestmöglich zu gew? Malte Drewes vom NAP Helpdesk der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung analysierte, welchen Herausforderungen sich Einkäufer von Global Playern und KMU stellen müssen, um die Einhaltung der Menschenrechte entlang der Lieferkette bestmöglich zu gewährleisten. Foto: Jean-Paul Assandri

Anlässlich des BME-Arbeitskreises „Nachhaltige Beschaffung“ trafen sich am 25. September Einkäufer der BME-Region Berlin-Brandenburg zum Expertendialog in Berlin. Dieses Mal stand das Thema „Menschenrechte in der Lieferkette“ auf der Agenda. Referent Malte Drewes vom NAP Helpdesk der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung hob in seinem Impulsvortrag hervor, dass in naher Zukunft der Einkauf große Herausforderungen bewältigen muss, um die Einhaltung der Menschenrechte entlang der gesamten Lieferkette unternehmensübergreifend gewährleisten zu können. Drewes arbeitete insgesamt fünf Kernaspekte heraus, die Unternehmen aus Sicht der Bundesregierung im Rahmen ihrer Sorgfaltspflichten sicherzustellen müssen.

Hierbei handelt es sich um folgende Punkte:

  • Grundsatzerklärung der Geschäftsleitung zur Einhaltung der Menschenrechte

  • Detaillierte Risikoanalyse zur Ermittlung der Auswirkungen der unternehmerischen Tätigkeit auf Umwelt und Gesellschaft

  • Entwicklung und kontrollierte Umsetzung eines Maßnahmenprogramms

  • Transparente Berichterstattung zu den Herausforderungen und dem Entwicklungsfortschritt

  • Bereitstellung von Beschwerdemechanismen zur Aufdeckung und Behebung von Menschenrechtsverstößen

Alle Teilnehmer bekräftigten, dass ihre Unternehmen die Menschenrechte entlang der Lieferkette uneingeschränkt respektieren und einhalten wollen. Vor diesem Hintergrund stellte sich die Frage, wie dieses Ziel praktisch sichergestellt werden kann – zum Beispiel bei Ausschreibungen. Dies war nur eine von vielen Detail-Fragen, die den Einkäufern in diesem Kontext unter den Nägeln brannte und beim abschließenden Networking intensiv diskutiert und analysiert wurde.

Weitere Infos:
Yvonne Jamal
Mitglied des Vorstands der BME-Region Berlin-Brandenburg
E-Mail: yvonnejamal(at)t-online.de

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