12.11.2019 //

BME-Region Südbayern: Von der Strategie zum Einkauf 4.0

Besichtigung des Banknotendrucks bei Giesecke + Devrient in München. Prof. Florian Kleemann referierte über die Einkauf 4.0-Strategie in dem Unternehmen.

Dialog und Austausch waren beim Vortrag von Ralf Gerlach, Global Vice President bei Giesecke + Devrient, willkommen. Foto: BME-Region Südbayern

Auf der ausgebuchten Veranstaltung der BME-Region Südbayern erwarteten die über 70 Teilnehmer gleich mehrere Innovationen. So öffnete unter anderem die im Hochsicherheits-Bereich Banknotendruck tätige Gastgeberfirma Giesecke+Devrient Currency Technology (G+D CT) erstmals ihre Pforten für eine öffentliche BME-Veranstaltung – was die Gäste des BME durch spezifische Einlasskontrollen spürten: „Wir freuen uns über das große Interesse, konnten aber auf die durch unsere Kunden vorgegebenen Sicherheitsvorkehrungen nicht verzichten“, so Ralf Gerlach, Global Vice President als Gastgeber.

In nach New-Work-Prinzipien neu gestalteten Räumen der ehemaligen Druckerei hielt dann das Thema „Industrie bzw. Einkauf 4.0“ spürbar Einzug: keine klassische Vortragsveranstaltung, sondern eine kurze Präsentation mit anschließender „Mini-Messe“ zu verschiedenen Aspekten des Leitthemas „Einkauf 4.0“. Dazu Prof. Florian Kleemann, ausführender BME-Regionenvorstand von der Hochschule München: „Wir wollten weg von der ‚Frontalbeschallung‘, hin zu mehr Dialog und Austausch – auch um zu zeigen, dass Vernetzung auch ohne Digitalisierung funktioniert.“ 4.0 sei allerdings mehr als nur Digitalisierung. Ohne ein klares Leitbild gelinge die Umsetzung nicht. Als Schwerpunkt der Strategie sollte der Fokus auf Innovation und Prozessautomatisierung liegen.

Auch inhaltlich wurden klare Schwerpunkte gesetzt. Prof. Kleemann referierte über sein Projekt mit G+D CT zur neuen „Einkauf 4.0“-Strategie. Damit entwickelte sich der Einkauf in dem Unternehmen zum Innovationstreiber mit automatisierten Prozessen und mehr Freiräumen für strategische und wertschöpfende Initiativen. „Uns war wichtig aufzuzeigen, dass Einkauf 4.0 nicht nur ein Hype ist, sondern eine echte Gelegenheit zur Weiterentwicklung des Einkaufs, selbst wenn es auch Hürden zu überwinden gilt“, beschreibt G+D CT-Projektkoordinator Christoph Maier die Erfahrungen. Solche Hindernisse seien beispielsweise knappe Ressourcen für die Umsetzung oder mitunter auch Widerstände bei Mitarbeitern. Gelöst wurden solche Probleme beispielsweise durch Digitalisierungs-Ansprechpartner in allen Einkaufsbereichen sowie einem regelmäßigen Austausch zwischen Mitarbeitern und Führungskräften.

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