06.12.2018 // Strategien, Methoden & Tools

Studie: Umsetzung von Digitalisierungsprojekten hapert

Nur jedes siebte Unternehmen kann Initiativen zur Digitalisierung von Lieferketten über die Testphase hinaus umsetzen, zeigt eine Capgemini-Studie.

Foto: Pixabay

Im Durchschnitt sind rund 29 digitale Lieferkettenprojekte in den Unternehmen geplant oder in der Pilotphase. Jedoch lediglich 14 Prozent der Unternehmen berichten, dass eine ihrer Initiativen in mehreren Standorten oder in vollem Umfang ausgerollt wurde. Zu diesem Ergebnis kam die Studie „The Digital Supply Chain`s missing link: Focus“ des Capgemini Research Institute. Erwartet werden von den Investitionen in die Lieferkette Kosteneinsparungen (77 Prozent), steigende Umsätze (56 Prozent) und die Unterstützung neuer Geschäftsmodelle (53 Prozent). In der gesamten Unternehmensstrategie ist die Digitalisierung der Lieferkette zur wichtigen Priorität geworden. Jedes zweite Unternehmen zählt solche Initiativen zu den drei wichtigsten Projekten.

Bei Projekten, die erfolgreich umgesetzt wurden, fällt auf, dass zeitgleich insgesamt weniger Projekte in den Unternehmen in der Pipeline waren – im Durchschnitt sechs Projekte in Machbarkeitsstudien. Die Studie ergab, dass der Return on Investment für die Automatisierung in Lieferkette und Einkauf durchschnittlich 18 Prozent betrug, verglichen mit 15 Prozent für Initiativen in der Personalabteilung, 14 Prozent in der Informationstechnologie, 13 Prozent im Kundenservice und 12 Prozent im Finanz- und Rechnungswesen sowie in Forschung und Entwicklung. Dem Bericht zufolge dauert die Amortisation für die Automatisierung der Lieferkette im Schnitt zwölf Monate.

„Die Unterstützung des Managements ist enorm wichtig zur Identifizierung und Investition in die richtigen Projekte, die wirklich zu Verbesserungen führen können. Statt einer Kostenstelle kann die Lieferkette eine Quelle der Innovation und Effizienz für das gesamte Unternehmen sein“, erklärt Burnett, CIO Global Supply Chain & Engineering bei GE Transportation. Unter den 25 häufigsten Digitalisierungsprojekten sind RPA und IOT häufiger im Einsatz, etwa in der Auftragsabwicklung, mit intelligenten Sensoren zur Überwachung des Produktzustands sowie zur Aktualisierung und Wartung angeschlossener Produkte.

Befragt wurden in der Studie Supply-Chain-Führungskräfte aus rund 1000 Unternehmen aus der Konsumgüter-, Einzelhandels- und Fertigungsbranche zu ihren bestehenden digitalen Lieferketteninitiativen. 80 Prozent dieser Unternehmen verzeichneten im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatz von mehr als einer Milliarde US-Dollar.

Eine Kopie der Studie kann hier heruntergeladen werden.

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