21.01.2014 //

China: Westliche Standards sind zu hoch

Umfrage von TU Darmstadt mit dem BME zeigt: Kriterien sind nicht 1:1 übertragbar.

Chinesische Zulieferer lassen sich nicht immer mit westlichen Maßstäben messen.Foto: Sabine Ursel, BME

Zum Thema Identifikation und Evaluation chinesischer Zulieferer hat Sebastian Weigel (TU Darmstadt) 29 Unternehmen befragt, vorrangig aus den Branchen Maschinenbau, Automotive und Elektrotechnik. Die meisten sind seit neun Jahren oder länger in China aktiv, haben bis zu 500 Lieferanten und wollen ihre Marktpräsenz ausbauen. Haupt-Sourcing-Regionen: Yangtse River Delta (Region Shanghai) und Pearl River Delta (Süden) wegen verhältnismäßig guter Kosten und Logistikbedingungen. Größte Risiken laut Umfrage: Qualität, Zuverlässigkeit, Abfluss von Know-how, Fluktuation, Unflexibilität, Logistikbedingungen, kulturelle Barrieren sowie Mangel an Informationen/Daten etc.

Die Hälfte der Befragten beklagt Probleme bei der Lieferantensuche. Steigende Preise und geringe Abnahmemengen seien nicht förderlich für gute Geschäfte. Lieferantenmanagement, Dual-Sourcing-Strategien und eine enge Beziehung zwischen Einkauf und Lieferant werden als Ansätze zur Risikominimierung genannt. Die Umfrage macht deutlich, dass zu starre hohe Kriterien nach westlichen Standards nicht eins zu eins übertragbar seien.

Die Umfrage wurde unterstützt  vom Chinesisch-Deutschen Hochschulkolleg an der Tongji-Universität sowie vom BME China.

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