Coronavirus: Ausfälle bei über 5.000 italienischen Lieferanten

Auch in Europa zeichnen sich Engpässe ab. Acht von zehn Firmen mit einem Head Quarter in der Dach-Region sind von der Epidemie betroffen. Task-force-Einheiten in den Unternehmen sollen mögliche Störungen aufspüren und beheben.

Passagiere an einem Flughafen setzen auf Schutz vor der Coronavirus-Epidemie durch Mundschutz. Bei den Unternehmen wird es komplexer. Sie sind gefordert, ihre Lieferanten auf mögliche Ausfälle zu prüfen, um sich zu schützen. Foto: Pixabay

Die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie beeinträchtigen die industrielle Fertigung massiv. Mehr als 80 Prozent der produzierenden Firmen mit Sitz in der DACH-Region sind betroffen, zeigen die tagesaktuellen Zahlen von dem Informationsdienstleister Riskmethods. In Italien melden bereits über 5.000 Lieferanten in den isolierten Ortschaften Ausfälle. Ökonomen warnen vor langanhaltenden Beeinträchtigungen in den Lieferketten, insbesondere in der Automobil- und Chipindustrie.

Risiken für die Unternehmen sind nicht nur Ausfälle in der Lieferkette, sondern darüber hinaus auch steigende Frachtkosten, sinkende Notierungen an den Finanzmärkten und Engpässe in der Logistik. Was sich auch negativ bemerkbar machen wird: Chinas Gewicht in der Weltwirtschaft ist deutlich gestiegen in den vergangenen 15 Jahren, gemessen am Anteil Chinas am globalen BIP. Dort kam es nach Angaben von Riskmethods in den chinesischen Fertigungsstätten in Shanghai, Zhejiang, Jiangsu, und Guangdongand Chongqing bisher bei 24.000 Lieferanten zu Ausfällen. Für ein einzelnes deutsches Unternehmen verzeichnete der Informationsdienst mit 86 betroffenen Lieferanten einen Rekordstand.

Deutsche Einkäufer, Logistiker und Supply Chain Manager wappnen sich derzeit gegen die negativen Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie in China. „In vielen der betroffenen Unternehmen werden Task-Force-Einheiten gebildet, die mögliche Störungen der Lieferketten schnell aufspüren und zeitnah beheben sollen“, sagte der China-Beauftragte des BME, Riccardo Kurto, in Eschborn. Der BME erfuhr aus seinem Mitgliedernetzwerk in China, dass momentan alternative Lieferquellen in anderen Teilen der Welt erschlossen werden.

German Companies look for options outside China: Interview mit BME-China-Referent Riccardo Kurto auf Deutsche Welle Business

BME-Pressemitteilung „Deutsche Einkäufer wappnen sich gegen Coronavirus“

Mehr vom BME auf...

Der BME - Mehr von und auf Twitter   Der BME - Mehr von und auf Xing   Der BME - Mehr von und auf LinkedIn   Der BME - Mehr von und auf Facebook   Der BME - Mehr von und auf Youtube

Weitere Meldungen zu: