21.03.2014 //

Deutschland Weltmarktführer der Intralogistik

Führungsrolle vor China und den USA. VDMA rechnet 2014 mit weiterem Wachstum.

Wilfried Neuhaus-Gallade, Vorstand des VDMA-Fachverbandes Fördertechnik und Intralogistik beim Preview auf die CeMAT 2014. Foto: CeMAT

Deutsche Anbieter sind im Wachstumsmarkt der logistischen Onsite-Warenflüsse international heiß begehrt. Branchenzahlen, die der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) im Vorfeld der Hannoveraner Leitmesse CeMAT vorgelegt hat, belegen die globale Spitzenposition, die Hierzulande produzierte Anlagen und Lösungen einnehmen. Demnach ist Deutschland mit einem Umsatz von 13,1 Milliarden Euro der weltgrößte Intralogistik-Exporteur und rangiert so mit deutlichem Abstand vor China und den USA mit 9,4 bzw. 7,8 Milliarden Euro auf den Folgeplätzen. „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die deutsche Intralogistikbranche international wettbewerbsfähig ist“, sagte Wilfried Neuhaus-Galladé, Vorstandsvorsitzender des Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik.
 
Mit der Entwicklung in den vergangenen Jahren zeigte er sich zufrieden. Der Branchenumsatz in Deutschland lag im Jahr 2013 bei geschätzten 19,7 Milliarden Euro und damit um knapp über drei Prozent über dem Vorjahreswert. „Da sich die wesentlichen Rahmenbedingungen kaum verändert haben, gehen wir auch für 2014 von einem ähnlichen Wachstum aus“, blickt Neuhaus-Galladé auch optimistisch voraus. Profitiert haben dürfte Deutschland im Jahr 2013 von seiner zentralen Lage innerhalb der EU, die es zu einem idealen Standort für Logistik- und Verteilungszentren in Europa macht. Frankreich gehörte folglich nach Angaben des VDMA im vergangenen Jahr zu den größten Exportländern und wurde im internationalen Ranking nur von den USA als Abnehmermarkt übertroffen. Insgesamt sind die Exporte in die wesentlichen Kernmärkte aber leicht zurückgegangen. „Das Minus in einigen Ländern, wie den USA, Frankreich, China oder auch Russland, haben andere Märkte, wie beispielsweise die Türkei, Kanada oder Chile ausgeglichen“, betonte Neuhaus-Galladé. „Die Länderauswertung im Export zeigt, dass die deutschen Hersteller international immer breiter aufgestellt und damit weniger abhängig von Schwankungen in einzelnen Märkten sind.“
 
Dass die Aussichten für die Branche gut sind, unterstrich auch Dr. Christoph Beumer, Vorstandsmitglied des VDMA-Fachverbands. Für ihn spielt die Intralogistik eine entscheidende Rolle bei den Herausforderungen der Zukunft. Die weltweite datentechnische Vernetzung von Maschinen, Bauteilen, Verpackungen und Waren sei längst keine Zukunftsmusik mehr, so Beumer. Weitere Herausforderungen neben der Globalisierung sieht er in den immer kürzeren Produktlebenszyklen, kleiner werdenden Bestellmengen sowie dem demografischen Wandel. Schnelle Sortimentswechsel führten zu einem beschleunigten Kaufverhalten, das immer kurzfristiger orientierte Bestellverhalten zu erhöhtem intralogistischem Aufwand  und die länger werdende Lebensarbeitszeit führe dazu, dass die in der Logistik beschäftigten Menschen länger arbeiten müssen. „Hier müssen wir als Hersteller und Branche Hilfestellungen leisten“. Eine Folge davon sei außerdem der Mangel an Fachkräften, weshalb Beumer in seiner Rede dafür warb, dass technisch ausgebildete Menschen aus dem Ausland in Deutschland sehr gefragt und herzlich willkommen seien.

Zwei Fachforen des BME auf der CeMAT

Die internationale Fachmesse CeMAT findet in diesem Jahr vom 19. bis zum 23. Mai auf dem Messegelände in Hannover statt. Der BME wird auch in Halle 13 an Stand A56/1 zu finden sein und am 19. und 21. Mai zwei Fachforen zu den Themen Lageroptimierung sowie Indirekter Einkauf in der Logistik ausrichten. Weitere Details folgen in Kürze. BME-Mitgliedern steht ein Freikartenkontingent zur Verfügung. Interessierte können sich wegen Eintrittskarten wenden an:
 
Peter Schlösser
BME e.V.
Tel: 0 69 30838-104
E-Mail: peter.schloesser@bme.de

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