Digitalisierungsoffensive für die Schiene gestartet

Stuttgart wird Metropolregion mit dem ersten digitalen Schienenknoten in Deutschland.

Die Digitalisierung des Systems Eisenbahn bringt eine intelligente Vernetzung der Infrastruktur und der Fahrzeuge. Für die Zukunft bedeutet das mehr Kapazität, mehr Zuverlässigkeit, mehr Verkehr auf der Schiene. Foto: Deutsche Bahn AG Die Digitalisierung des Systems Eisenbahn bringt eine intelligente Vernetzung der Infrastruktur und der Fahrzeuge. Für die Zukunft bedeutet das mehr Kapazität, mehr Zuverlässigkeit, mehr Verkehr auf der Schiene. Foto: Deutsche Bahn AG

Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) startet eine Digitalisierungsoffensive für die Schiene. Zusammen mit der Deutschen Bahn bringt das BMVI die neue europäische Leit- und Sicherungstechnik (ETCS) sowie digitale Stellwerke (DSTW) auf wichtige Hauptverkehrsachsen, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums. Stuttgart wird erste Metropolregion. Zudem startet der Bund dort ein Modellprojekt zur Ausrüstung von Fahrzeugen mit ETCS und automatisiertem Zugbetrieb (ATO: Automatic Train Operation). Für die Umsetzung stehen bis 2023 zunächst 570 Millionen Euro zur Verfügung. Auch darüber hinaus soll investiert werden.

„Die digitale Schiene ist zuverlässiger, pünktlicher, optimiert die Kapazität, steigert die Energieeffizienz, verringert CO2-Emissionen, senkt Betriebskosten und verbessert den grenzüberschreitenden Bahnverkehr. Deutschland wird damit weltweit zum Vorreiter für einen modernen Bahnverkehr“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer.

Im Rahmen des sogenannten Starterpakets sollen ausgestattet werden:

Metropolregion Stuttgart (Knoten Stuttgart und S-Bahn-Stammstrecke bis Ende 2025, anschließend Umland bis 2030)

Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main bis 2030

transeuropäischer Korridor „Skandinavien-Mittelmeer“ bis 2030

Neben digitalen Zugsicherungssystemen und Stellwerken kommen weitere neue Technologien zum Einsatz: hochpräzise Echtzeitortung, Echtzeit-Verkehrsmanagementsystem, Umfeld-Wahrnehmung, 5G-Datenkommunikation, Künstliche Intelligenz für automatisiertes Fahren.

„Erstmals fördert der Bund - neben der Infrastruktur - die Digitalisierung von Zügen. Damit kann Deutschland zum internationalen Industriechampion werden, an dem sich Eisenbahnen anderer Länder orientieren“, betonte DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla.

Wie das BMVI weiter informiert, werden auf Grundlage des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung zusätzliche Bundesmittel in Höhe von elf Milliarden Euro bis 2030 zur Stärkung der Schiene bereitgestellt. In einer Absichtserklärung zwischen Bund und Deutsche Bahn sind die dafür notwendigen Maßnahmen festgehalten. Diese bringen mehr Kapazität, Qualität sowie eine attraktivere Schiene und damit mehr Klimaschutz im Verkehr. Die elf Milliarden Euro werden ausschließlich für Infrastrukturmaßnahmen verwendet, heißt es weiter. Sie sollen je zur Hälfte für Eigenkapitalerhöhungen der Eisenbahninfrastrukturunternehmen des Bundes und als Zuschüsse ausgezahlt werden. Damit werden die finanzielle Stabilität der Infrastruktur und die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors weiter gestärkt.

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