DIHK wird neuer Trägerverband des OAOEV

Für den DIHK eröffnet die Zusammenarbeit mit dem Ost-Ausschuss – Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft ein großes Potenzial.

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Der Ost-Ausschuss – Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft (OAOEV) stellt seine Arbeit auf eine noch breitere Basis: In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung haben sich die Mitglieder des OAOEV in Berlin für die Aufnahme des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) als Trägerverein ausgesprochen, heißt es in einer OAOEV-Pressemitteilung. Danach sei die dazu notwendige Satzungsänderung einstimmig bei einer Enthaltung angenommen worden.

Der DIHK sei damit der siebente Spitzenverband der deutschen Wirtschaft, der den OAOEV trägt, neben dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), dem Bundesverband Deutscher Banken, dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), der Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels (AVE), dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und dem Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). Letzterer war erst Ende Juni neu in den Kreis der Trägerverbände hinzugestoßen.

„Unsere Zusammenarbeit mit dem DIHK und den von diesem koordinierten Auslandshandelskammern ist traditionell sehr eng. Wir freuen uns, dass wir diese Kooperationen nun auf eine feste institutionelle Grundlage stellen können“, sagte Michael Harms, Vorsitzender der Geschäftsführung des Ost-Ausschuss – Osteuropavereins. „Wir bündeln unsere Expertise und Kontakte, können Veranstaltungen effizienter organisieren und Positionen noch schlagkräftiger vertreten – das ist eine gute Nachricht für unsere Mitglieder“.

Für Volker Treier, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer und Außenwirtschaftschef des DIHK, eröffnet die Zusammenarbeit mit dem OAOEV ein großes Potenzial: „Gemeinsam sind wir in 29 Ländern Osteuropas aktiv, die für rund 20 Prozent unseres Außenhandels stehen. Durch die gegenseitige Unterstützung werden unsere Unternehmen enorm profitieren.“ Die Kooperation sei zudem eine richtige Antwort auf aktuelle internationale Entwicklungen: „Wir erleben gerade, wie die Weltwirtschaftsordnung zunehmend in Frage gestellt wird. Mit ihren Russland- und Iran-Sanktionen üben die USA einen erheblichen Druck auf die europäische Wirtschaft aus. Als deutsche Wirtschaft müssen wir hier gemeinsam auftreten und internationale Allianzen auf den Weg bringen, sonst dringen wir nicht durch.“

Zu den gemeinsamen Projekten, die OAOEV und DIHK aktuell gemeinsam vorbereiten, gehören Wirtschaftskonferenzen am 26. September in Serbien und eine große Ukraine-Konferenz im Herbst in Berlin. An dieser wird voraussichtlich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnehmen.

Der BME kooperiert ebenfalls mit dem OAOEV, so unter anderem bei der Einkaufsinitiative Russland. Erst im Mai dieses Jahres  unterzeichneten Ost-Ausschuss, BME und AHK Russland mit dem Russischen Exportzentrum in St. Petersburg eine Absichtserklärung

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