14.11.2019 //

DMG MORI gewinnt den BME-Innovationspreis 2019

Das Bielefelder Industrieunternehmen hat die Einkaufsstrategie neu ausgerichtet. Gleichzeitig wurde der Fokus auf eine Senkung der Materialkosten gelegt. Das hat die Jury überzeugt. Verliehen wurde der Innovationspreis während des Eröffnungsplenums auf dem 54. Symposium Einkauf und Logistik.

Besondere Ehrung: DMG MORI erhält den diesjährigen Innovationspreis des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) für sein erfolgreiches Einkaufs- und Logistikmanagement. (v.l.n.r.: Dr. Silvius Grobosch, BME-Hauptgeschäftsführer, Tanju Durmaz, Leiter Corporate Purchasing Strategy DMG MORI, Timo Rickermann, Chief Purchasing Officer DMG MORI und Dr. Michael Nießen, Jury-Sprecher BME-Innovationspreis). Foto: BME/Marotzke/Weiler

Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) hat die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit dem BME-Innovationspreis 2019 ausgezeichnet. Die Verleihung fand am Mittwoch (13. November) während des Eröffnungsplenums des 54. BME-Symposiums Einkauf und Logistik in Berlin statt. Unter dem Veranstaltungsmotto „#pacesetter“ diskutieren rund 1.800 Teilnehmer des größten Kongresses für Einkauf, Logistik und Supply Chain Management in Europa bis Freitag (15. November) über aktuelle und künftige Beschaffungsstrategien.

DMG MORI ist laut eigenen Angaben ein weltweit tätiger Hersteller von Werkzeugmaschinen und Anbieter ganzheitlicher Technologielösungen mit einem Jahresumsatz von über 2,6 Milliarden Euro und rund 7.500 Mitarbeitern. Gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED erzielt der Konzern als „Global One Company“ einen jährlichen Umsatz von mehr als 3,8 Milliarden Euro. Das in Bielefeld ansässige Industrieunternehmen erhält den diesjährigen BME-Innovationspreis für die erfolgreiche Neuausrichtung seiner Einkaufsstrategie und die damit verbundene konsequente digitale Transformation des Einkaufs.

Die sich wandelnden Märkte, veränderte Kundenanforderungen und die rasante Entwicklung neuer Technologien stellen auch DMG MORI vor neue Herausforderungen. Von der Digitalisierung und Automatisierung der Geschäftsprozesse sind alle Unternehmensbereiche betroffen. Das gilt insbesondere für die Einkaufsorganisation, die mit einem Anteil von 56 Prozent an den Gesamtkosten der Wertschöpfungskette als wichtiges Bindeglied zwischen den Lieferanten und internen Bedarfsträgern fungiert.

Die Neuausrichtung der Einkaufsstrategie soll zu einer noch stärkeren Konzentration auf vertiefte Systempartnerschaften führen. Gleichzeitig legt DMG MORI den Fokus auf die Senkung der Materialkosten. Aufgabe des Einkaufs ist es, mithilfe neuer Hebel einen eigenen Beitrag zur Steigerung der Unternehmensprofitabilität zu leisten.

Der operative Einkauf vertraut seit Jahren auf den Einsatz elektronischer Beschaffungslösungen. Das Zukunftsprojekt „Digitaler Einkauf“ geht allerdings deutlich über die bisher bekannten und genutzten Funktionalitäten hinaus. Während beispielsweise die bestehenden IT-Lösungen hinsichtlich Rechenleistung, Vernetzungsgrad oder auch Logik begrenzt sind, werden die neuen digitalen Systeme künftig beliebig viele historische und zukunftsorientierte Daten auswerten können. Damit werden sie helfen, die ganzheitliche und autonome Echtzeit-Aufgabenerledigung des Einkaufs voranzutreiben.

Mit dem Einsatz digitaler Lösungen verbessert sich die Wettbewerbsposition des Unternehmens. Ebenso werden die Innovationskräfte von DMG MORI verstärkt. Vor allem aber verfügen deren Einkäufer künftig über größere Gestaltungsmöglichkeiten. So geben ihnen die modernen Technologien neue Möglichkeiten zur Optimierung aller Glieder der Wertschöpfungs- und Lieferkette.

In den vergangenen zwei Jahren konnte DMG MORI bereits klare Ergebnisse bei der Neuausrichtung der Einkaufsstrategie erzielen. Dazu zählt beispielsweise die konzernweite Standardisierung und Vereinfachung aller Einkaufsprozesse. Die Digitalisierung der operativen Prozesse schafft zudem Freiraum für neue strategische Aufgaben im Einkauf. DMG MORI verzeichnet auch eine deutliche Effizienzsteigerung und signifikante Kostenoptimierung. So erwartet das Unternehmen innerhalb von fünf Jahren nach Neuausrichtung und Umsetzung aller digitalen Transformationsmaßnahmen Netto-Einsparungspotenziale in einem zweistelligen Millionen-Euro-Betrag.

Sowohl der integrierte Einsatz moderner Managementmethoden zur konzeptionellen Erarbeitung einer Einkaufsstrategie als auch die Umsetzung der Transformation im Einkauf von DMG MORI sind prinzipiell auf andere Unternehmen verschiedenster Branchen übertragbar. So sind beispielsweise die investierten IT-Systeme allesamt Cloud-basiert.

Timo Rickermann, Chief Purchasing Officer der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT: „Das prämierte Konzept überzeugt mit effizienteren Prozessen durch automatisierte Bestellvorgänge, eine globale Matrix-Organisation mit regionalen Einkaufseinheiten und integrierte IT-Lösungen. Die Vernetzung umfasst dabei die gesamte Wertschöpfungskette. Schwerpunkte sind internetfähige Produkte und datenbasierte Services. Um einen komplett automatisierten Beschaffungsprozess zu etablieren, hat DMG MORI zudem die zentrale Finanzbuchhaltung eingebunden. So kann der gesamte Prozess – von der Bestellanforderung bis zur Bezahlung der Rechnung – digital abgebildet werden. Auch Bedarfsprognosen können so besser durchgeführt und die Zusammenarbeit mit Lieferanten noch effizienter gestaltet werden. All diese Maßnahmen tragen dazu bei, den Beitrag des Einkaufs am Unternehmenserfolg nachhaltig zu steigern.“

Dr. Michael Nießen, stellvertretender Bundesvorstandsvorsitzender und Jury-Sprecher des BME: „Der Einkauf der DMG MORI hat erfolgreich auf die veränderten und gestiegenen Kundenanforderungen in der AG reagiert. Damit zeigt sich das Unternehmen als wahrer #Pacesetter. Für die Neuausrichtung der Einkaufsstrategie wurde ein strukturiertes Change Management aufgesetzt und damit eine Kultur des positiven Wandels etabliert, die von allen Mitarbeitern getragen wird. Mit der konsequenten Automatisierung in allen Bereichen, für die der Einkauf verantwortlich zeichnet, verbunden mit einer größeren Gestaltungsmöglichkeit wie etwa bei der Optimierung der Lieferkette, wurde die digitale Transformation nicht nur initiiert, sondern bereits weitestgehend umgesetzt. Die enge Zusammenarbeit mit Systempartnern sorgt dafür, dass weiterhin Innovationen in das Unternehmen getragen und gemeinsam entwickelt werden. Das alles führt nicht nur zu einer durchweg positiven Resonanz für das Unternehmen, sondern ist die Grundlage, um die Rolle des Einkaufs im Unternehmen zu verankern. Das umfassende und facettenreiche Transformationskonzept hat die BME-Jury davon überzeugt, der DMG Mori AG den BME-Innovationspreis 2019 zu verleihen.“

Zum BME-Innovationspreis:

Mit dem BME-Innovationspreis zeichnet der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) seit 1986 erfolgreiches, innovatives Einkaufs-, Supply Chain- und Logistikmanagement aus. Aus dem Kreis der konzepteinreichenden Unternehmen hatte die Jury im Oktober 2019 die Burda Procurement GmbH, DMG MORI, innogy SE und die Schweizerische Bundesbahnen SBB AG für die zweite Runde nominiert. Dank ihres überzeugenden Konzeptes ging die DMG MORI AG im Final-Ausscheid als Sieger hervor. Der Gewinner wird traditionell auf dem BME-Symposium Einkauf und Logistik in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt.

Impressionen vom 54. Symposium Einkauf und Logistik

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