09.09.2015 //

Einkäufer verdienen im Schnitt 62.400 Euro

Die neue BME-Gehaltsstudie ist verfügbar: Fast 1.000 Teilnehmer bedeuten in diesem Jahr einen Rekord. Weil das Publikum jünger geworden ist, sinkt auch das Durchschnittsgehalt.

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Wie viel verdienen Einkäufer(innen) und von welchen Faktoren sind ihre Jahresbezüge abhängig? Diese und weitere Fragen beantwortet der BME mit seiner frisch aufgelegten Gehaltsstudie. Die jährlich erscheinende Umfrage wurde in diesem Jahr auf eine noch breitere Basis gestellt: 2015 verzeichnete sie eine Rekordbeteiligung von fast 1.000 Teilnehmer(inne)n. Insbesondere der Kreis an jüngeren Befragten ist dabei deutlich angewachsen, wie die Analyse der Alters- und Erfahrungsstruktur ergab. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer bringt nunmehr eine Berufserfahrung von weniger als zehn Jahren mit, ihr Anteil lag im Vorjahr noch bei 43 Prozent. Folge davon ist, dass die durchschnittlichen Jahresbezüge in diesem Jahr niedriger ausfallen als zuletzt. Nach knapp 70.000 Euro im Vorjahr wurden 2015 im Schnitt 62.400 Euro gezahlt.

Praktische Erfahrung zahlt sich aus

Dass Berufseinsteiger den größten Zuwachs in der Grundgesamtheit verzeichneten, hat zur Folge, dass vermehrt Personen mit weniger Berufserfahrung und Verantwortung an der Erhebung teilnahmen. „Dies ist der Hauptgrund dafür, dass das Durchschnittsgehalt in diesem Jahr geringer ausfiel als im Vorjahr“, sagt Judith Richard, die beim BME für den Service Personal & Karriere verantwortlich ist. Dass sich die vorgenannten Kriterien maßgeblich auf die Höhe des Gehalts auswirken, bewahrheitete sich auch 2015 wieder in den aktuellen Ergebnissen. Die Bezüge fallen höher aus, je mehr praktische Erfahrung der/die Mitarbeiter(in) hat und je höher er/sie in der Hierarchie aufgestiegen ist. Ebenso wirkt sich das selbst verantwortete Beschaffungsvolumen gehaltssteigernd aus.

Hohe Aufschläge bei Großkonzernen und für strategische Aufgaben

Wichtig sind auch der Standort und die Branche des Unternehmens, wie der BME weiter ermittelte. Ein Mehrverdienst von bis zu 70 Prozent ist drin, wenn man nicht in einem Kleinbetrieb, sondern in einem Großkonzern mit mehr als 5.000 Mitarbeitern beschäftigt ist. Zu den lukrativsten Branchen zählen in diesem Jahr die Elektronik bzw. Elektrotechnik sowie Finanzdienstleistungen. Eine Anstellung in Metropolregionen bringt etwas mehr ein als die Beschäftigung auf dem Land.

Bestätigt hat sich auch, dass das Gehalt von der Art der Aufgabe abhängig ist. Sind Einkäufer(innen) strategisch tätig, erhalten sie im Schnitt 40 Prozent mehr, als wenn sie sich hauptsächlich mit operativen Aufgaben beschäftigen. Höhere Gehälter beziehen außerdem jene Mitarbeiter(innen), die den Einkauf ganzheitlich abdecken, also nicht nur für einen Teilbereich zuständig sind. Außerdem zeigte sich, dass sich das Bildungsniveau positiv auf das Gehalt auswirkt. Positiven Einfluss nehmen auch Fremdsprachenkenntnisse sowie Auslandserfahrungen.

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