09.01.2018 //

Geht die Rohstoff-Rally 2018 weiter?

Prognose der IKB Deutsche Industriebank: Robuste Weltwirtschaft mit starkem Wachstum in den meisten Regionen treibt die Preise weiter an

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Dank guter Konjunktur wichtiger Abnehmerbranchen sei auch 2018 mit einem weiteren globalen Preisanstieg bei Rohstoffen zu rechnen. Bereits im Dezember 2017 beendeten die meisten Commodities mit einem Anstieg von 1,7 Prozent ein Jahr mit starker Erholung, berichtet die IKB Deutsche Industriebank AG.

Vor allem der Ölpreis habe im Jahresverlauf deutlich angezogen. Hierzu trug nicht nur eine erheblich höhere Nachfrage bei; ausschlaggebend waren vielmehr die Produktionskürzungen der OPEC. Bei der letzten OPEC-Sitzung sei laut IKB-Angaben eine weitere Fortsetzung der Produktionsbeschränkungen bis Ende 2018 beschlossen worden. Zudem sei die Förderdisziplin der Mitgliedsländer trotz aller politischen Differenzen (beispielsweise Iran und Saudi-Arabien) gut; selbst die Einbindung von Nicht-OPEC-Partnern wie Russland funktioniere.

Vor diesem Hintergrund dürfte der Rohölpreis nach Einschätzung der IKB-Experten auch 2018 eine leichte Aufwärtstendenz zeigen. Eine robuste Weltwirtschaft mit starkem Wachstum in den meisten Regionen und ein Anstieg der Ölnachfrage um wenigstens weitere 1,5 Millionen bpd auf knapp 98,5 Millionen bpd dürften im Jahresdurchschnitt 65 US-Dollar je Barrel Brent zulassen und damit „eine Fluktuation um das laufende Niveau“. An einem zu starken Anstieg habe die OPEC kein Interesse, da dann die Investitionen in Fracking nach oben schnellen würden. Sollte es zu temporären Verschärfungen von geopolitischen Spannungen in der Golfregion kommen, werde die Marke von 70 US-Dollar jedoch getestet werden. Im Zuge der festeren Rohölnotierungen habe dann auch der Grenzübergangspreis für Erdgas weiteres Potenzial nach oben. „Wir sehen hier in den nächsten drei Monaten nochmals einen Anstieg von rund fünf Prozent. Der US-Dollar sollte gegenüber dem Euro im Verlauf des ersten Quartals 2018 wieder an Stärke zulegen. Wir gehen für Ende März von einem Wechselkurs von rd. 1,17 US-Dollar/Euro aus“, so die IKB abschließend.

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