„Hohe Zuversicht, hohe Risiken“

Laut aktueller IW-Konjunkturumfrage und -prognose entwickelt sich die deutsche Wirtschaft weiter robust – trotz großer globaler Unsicherheiten und des Handelsstreits zwischen China und den USA.

Die Kölner IW-Konjunkturforscher rechnen auch in diesem Jahr mit einem weiterhin hohen Wirtschaftswachstum. Foto: pixabay.com Die Kölner IW-Konjunkturforscher rechnen auch in diesem Jahr mit einem weiterhin hohen Wirtschaftswachstum. Foto: pixabay.com

Aller Widerstände zum Trotz wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2018 um gut zwei Prozent steigen. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage und -prognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln hervor. Danach werde die Entwicklung einerseits vom anhaltend starken Export getrieben; vor allem der Euroraum entwickle sich positiv. Andererseits profitiere die Konjunktur von der weiterhin ungebremsten Konsumfreude der Deutschen. Für das laufende Jahr erwarten die IW-Konjunkturexperten ein Konsumplus von rund 1,5 Prozent.

Die vollen Auftragsbücher der Unternehmen sorgten für eine steigende Produktion. So rechnen inzwischen knapp 52 Prozent der rund 2.800 vom IW befragten Firmen mit einem Produktionsplus, lediglich acht Prozent erwarten einen Rückgang. Damit sei der Saldo aus positiven und negativen Meldungen auf 43 Prozentpunkte gestiegen und liege damit leicht über dem Wert vom Herbst 2017. Auch die Investitionen ziehen weiter an: Für 2018 erwarten 45 Prozent der Firmen steigende Investitionen. Zudem wollen 46 Prozent der befragten Unternehmen ihr Personal weiter aufstocken. Nur neun Prozent planen mit weniger Mitarbeitern. Die Zahl der Beschäftigten wird nach IW-Prognosen im Jahresdurchschnitt 2018 knapp 45 Millionen erreichen.

Um die gute wirtschaftliche Entwicklung zu stützen, müsse die Bundesregierung kurzfristig eine weitere Eskalation im Handelsstreit mit den USA verhindern, empfiehlt IW-Direktor Michael Hüther. Die Wohlstandverluste auf allen Seiten wären sonst immens, fügt er hinzu. Freier Handel müsse das Ziel bleiben. Doch auch zuhause bleibe seiner Ansicht nach einiges zu tun. Vor allem der Fachkräfteengpass hemme die wirtschaftliche Dynamik immer stärker, der Arbeitsmarkt sei leergefegt. 

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