05.08.2019 //

Nachhaltiges Lieferketten-Management mit sustainabill

Multi-Tier-Visibility ist ein grundlegender Schritt für nachhaltige Lieferketten: Wer seine Vorlieferanten kennt, kann faktenbasiert Nachhaltigkeitsrisiken bewerten.

Nachhaltige Beschaffung gewinnt sowohl bei Global Playern als auch bei KMU stetig an Relevanz. Foto: Pixabay.com Nachhaltige Beschaffung gewinnt sowohl bei Global Playern als auch bei KMU stetig an Relevanz. Foto: Pixabay.com

1134 Tote hatte der Einsturz einer Textilfabrik in Rana Plaza, Bangladesch, im Jahr 2013 zur Folge – ein Ereignis, das die gesamte Branche wachgerüttelt hat. Transparenz in der Lieferkette ist seitdem zu einem zentralen Thema in der Textil-Industrie geworden.

Doch nicht nur die Textil-Industrie sieht sich inzwischen in der Pflicht, gegen soziale und ökologische Missstände in den Lieferketten vorzugehen, sondern die gesamte Industrie. Aus diesem Grund ist das sogenannte Supply Chain Mapping auch Thema auf dem 1. BME-Sustainability-Summit am 28. und 29. August 2019 in Frankfurt.

Denn bei der Lösung globaler Herausforderungen wie dem Klimawandel, Zwangsarbeit und dem Artenverlust spielen Lieferketten eine zentrale Rolle. So verursachen Industrie und Landwirtschaft über die Hälfte der globalen CO2-Emissionen. In nahezu allen Industriebereichen liegen mehr als 90 Prozent der Liefer- und Nachhaltigkeitsrisiken in der tieferen Lieferkette. Sichtbarkeit über die direkten Zulieferer hinaus ist daher eine Notwendigkeit, um nachhaltiges unternehmerisches Handeln zu gewährleisten. Nur wer seine Lieferkette umfassend kennt, kann damit verbundene Risiken bewerten, notwendige Gegenmaßnahmen treffen und Verbesserungen erreichen. 

Mögliche Risiken in der tieferen Lieferketten umfassen dabei beispielsweise:

  • Kinderarbeit, Menschenrechtsverletzungen und moderne Sklaverei
  • Wasserverschmutzung, Entwaldung und weitere Umweltprobleme
  • Lieferengpässe aufgrund politischer Unruhen oder Naturkatastrophen
  • Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und hohe CO2-Emissionen
  • Compliance- und Haftungsrisiken (z.B. durch Modern Slavery Act oder California Supply Chain Act)

Verantwortung entlang der gesamten Lieferkette

Angesichts dieser Risiken ist es nicht verwunderlich, dass für mehr als ein Drittel der CEOs in der Lieferkette die größten Reputationsrisiken für das eigene Unternehmen liegen. Jedoch hat selbst unter Vorreitern in der Beschaffung nur ein Bruchteil der Unternehmen eine volle Sichtbarkeit in ihrer Lieferkette. Kennen Unternehmen nur ihre direkten Lieferanten, ist kein effektives Risikomanagement möglich.

Vollständige Transparenz in der Lieferkette bietet über das Risikomanagement hinaus viele Chancen: Transparenz fördert Vertrauen von Kunden und Stakeholdern in das Unternehmen, ermöglicht das effiziente Überwachen der Einhaltung von Compliance und nicht zuletzt ein optimales Qualitätsmanagement.

Erste Schritte in Richtung nachhaltige Beschaffung

Immer mehr Unternehmen stellen sich daher über die eigenen Unternehmensgrenzen hinweg der Verantwortung, negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu minimieren. Ein Beispiel ist die zunehmende Anzahl an globalen Konzernen, die sich zur Umsetzung von „science-based Targets“ (https://sciencebasedtargets.org) und damit der Reduktion der Klimaemissionen unter Berücksichtigung der gesamten Lieferkette verpflichtet haben.

Um Ziele für die Lieferkette umzusetzen, steht die Beschaffung im Fokus. Hier steht das Thema Transparenz aber noch am Anfang. Erste Unternehmen haben eine eigene Abteilung, die nachhaltige Beschaffung, ins Leben gerufen. Angesichts der großen Herausforderung in Sachen Nachhaltigkeit ist es absehbar, dass diese Abteilung zukünftig in jedem Unternehmen eine zentrale Funktion einnehmen wird.

Nachhaltige Lieferketten mit sustainabill

Mit seiner Cloud-Lösung bietet das Kölner Startup sustainabill einen vollkommen neuen Ansatz, um transparente Lieferketten und eine nachhaltige Beschaffung zu erreichen. Die Plattform geht dabei weit über einfaches Risiko-Screening hinaus und bezieht die Vorlieferanten mit ein: Unternehmen können in wenigen Schritten eine Sichtbarkeit hinter ihren Tier 1-Lieferanten erreichen. Darüber hinaus lassen sich einzelne Produkte oder Materialien, etwa wenn sie besonders risikobehaftete Rohstoffe enthalten, bis zum Ursprung zurückverfolgen. So entsteht ein komplettes Bild der Lieferkette, das als Grundlage für eine automatisierte Nachhaltigkeitsbewertung mit realen Daten dient.

Weitere Infos:
Klaus Wiesen
Geschäftsführer
Sustainabill GmbH
Im Mediapark 5
50670 Köln
E-Mail: klaus.wiesen(at)sustainabill.de
Tel.: +49 221 29191 941
Web: www.sustainabill.de

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