13.09.2013 //

Indonesien lockt mit Aufträgen

DIHK sieht in dem asiatischen Inselstaat gute Chancen für deutsche Betriebe.

borneo - Fotolia Indonesien wird nicht nur als Tourismus-, sondern auch als Beschaffungsmarkt geschätzt. Foto: Photoxpress.com

Angesichts der Flaute in Europa und vielen Schwellenländern suchen deutsche Exporteure nach neuen Boom-Märkten. Fündig werden sie laut Benjamin Leipold, Referatsleiter Asien-Pazifik beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), unter anderem in Indonesien. „Das größte muslimische Land der Welt stößt hierzulande auf wachsendes Interesse. So kletterten die deutschen Warenexporte nach Indonesien 2012 um mehr als 47 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro“, teilt der DIHK in Berlin mit. Im ersten Halbjahr 2013 hätten sie gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um fast 23 Prozent auf gut 1,7 Milliarden Euro zugelegt, während die deutschen Ausfuhren insgesamt gleichzeitig um 0,6 Prozent absackten.

"Bei den Unternehmen ist Indonesien derzeit ein Renner", sagt DIHK-Asien-Experte Leipold. Ein wichtiger Faktor dafür sei sicher der gewaltige Absatzmarkt. Immerhin zähle die Republik schon heute mehr als 240 Millionen Einwohner - Tendenz stark steigend. Doch Indonesien werde zunehmend auch als Produktionsstandort attraktiv, so Leipold: "Wer dort produziert, erreicht mit einem Schlag 600 Millionen Menschen." Schließlich plane Indonesien einen gemeinsamen Binnenmarkt mit anderen Staaten aus dem Verband Südostasiatischer Nationen (Asean).

Nicht zuletzt will die indonesische Regierung bis zum Jahr 2025 insgesamt 300 Milliarden Euro in die Infrastruktur des Inselstaates investieren. Für die deutsche Wirtschaft, deren Know-how international gefragt ist, berge dies große Chancen. Leipold: "Hier locken Aufträge!"

 

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