08.10.2013 //

IW prophezeit moderaten Aufschwung für 2014

Institut geht von 1,5 Prozent Wachstum aus, korrigiert aber Aussagen für 2013 „nach unten“.

Florian Lang/ IW Medien Bild: Institut der deutschen Wirtschaft Köln

Nach einem schleppenden Jahr blicken die Wirtschaftsexperten vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) verhalten voraus. 2013 sei die heimische Wirtschaft nur langsam in Schwung gekommen, werde 2014 aber weiter an Fahrt gewinnen, hieß es in der jüngsten Konjunkturprognose des Instituts. Gleichwohl sei aber kein kräftiger Aufschwung in Sicht, schränkten die Experten ein. „Wir sind verhalten optimistisch und erwarten für 2014 eine Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts um 1,5 Prozent, für das laufende Jahr haben wir uns jedoch leicht nach unten korrigiert auf gut 0,5 Prozent“, erläuterte der Direktor des Instituts, Professor Michael Hüther, seine Erwartung.

Für die verhaltenen Aussichten ist nach Angaben der Konjunkturforscher in erster Linie die schwächelnde Weltwirtschaft verantwortlich. Neben den Rezessionen in vielen europäischen Ländern hätten sich „markante Bremswirkungen“ in wichtigen Schwellenländern wie China, Russland, Indien und Brasilien negativ ausgewirkt. Die konjunkturellen Perspektiven hätten sich in vielen Krisenländern inzwischen aber wieder aufgehellt, so dass Deutschland für 2014 mit einem Exportwachstum von 3,5 Prozent rechnen könne.

Laut den Prognosen des Instituts wird die Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr leicht auf 6,5 Prozent sinken, während der private Konsum um ein Prozent zulegen werde. Die öffentlichen Kassen wiederum profitierten von einem Einnahmeplus von mehr als drei Prozent, was für den Staatshaushalt einen Überschuss von 15 Milliarden Euro bedeute. Der Ausgang der Bundestagswahl habe durch sein „Ja“ zu Europa und die Absage an Steuererhöhungen positive Zeichen gesetzt. Um die Weichen wieder auf mehr Wachstum zu stellen, empfiehlt das Institut der neuen Regierung, ein überzeugendes Konzept für die Energiewende vorlegen – bei sinkenden Steuer- und Abgabenlasten, und ohne dabei die Haushaltskonsolidierung aus den Augen zu verlieren.
 

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