Kasachstan: Ost-Ausschuss-Delegation bei Präsident Nasarbajew zum Meinungsaustausch

Am 4. und 5. Dezember 2017 hielt sich eine zehnköpfige Delegation des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft in der kasachischen Hauptstadt Astana auf, um mit Spitzenvertretern des Landes über die Weiterentwicklung der deutsch-kasachischen Wirtschaftsbeziehungen zu sprechen. Anlass der Reise war eine persönliche Einladung des kasachischen Staatspräsidenten Nursultan Nasarbajew.

Der Ost-Ausschuss Vorsitzende Wolfgang Büchele (4. von links) beim Treffen mit dem kasachischen Präsidenten Nasarbajew. Foto: Kasachisches Präsidialamt Der Ost-Ausschuss Vorsitzende Wolfgang Büchele (4. von links) beim Treffen mit dem kasachischen Präsidenten Nasarbajew. Foto: Kasachisches Präsidialamt

Der Ost-Ausschuss Vorsitzende Wolfgang Büchele traf Nasarbajew am Montagnachmittag zu einem persönlichen Meinungsaustausch. „Kasachstan stellt sich aktiv auf die Herausforderungen der Zukunft ein und investiert stark in nachhaltige Energiegewinnung, Digitalisierung und den Ausbau der Infrastruktur. Wir sehen hier große Chancen für deutsch-kasachische Kooperationen", sagte Büchele. „Aber auch in der klassischen Industrie, in der Landwirtschaft und bei der Rohstoffförderung sind die Potenziale für Investitionen enorm." Büchele und Nasarbajew vereinbarten, insbesondere die Kooperation mittelständischer Unternehmen beider Länder zu fördern.

Kasachstan ist der mit Abstand wichtigste Handelspartner Deutschlands in Zentralasien. Aus Kasachstan importiert Deutschland vor allem Erdöl und Erdölprodukte. Kasachstan ist reich an mineralischen Rohstoffen. Seit 2012 gibt es zwischen Deutschland und Kasachstan eine Rohstoffpartnerschaft, die deutschen Unternehmen die Zusammenarbeit bei Suche und Abbau von Bodenschätzen in Kasachstan ermöglichen soll. Gleichzeitig wird Kasachstan damit der Zugang zu deutscher Technologie eröffnet. Das Rohstoffpotenzial des Landes soll durch Investitionen, Innovationen und Lieferbeziehungen besser genutzt und nachhaltig entwickelt werden.

Gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit mbH (GIZ) und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) setzt der Ost-Ausschuss seit 2012 ein Projekt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) zur Rohstoffkooperation mit Zentralasien um. Seit Juli 2016 kooperiert der Ost-Ausschuss mit der kasachischen Botschaft in Berlin im Rahmen des Berliner Eurasischen Klubs. In diesem Zusammenhang findet eine Serie von gemeinsam organisierten Konferenzen in Berlin, Brüssel und Astana statt. Die jüngste Konferenz zu den Perspektiven der europäisch-kasachischen Beziehungen fand Anfang Oktober in Brüssel statt.

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft ist seit 1952 als gemeinsames Organ der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft zentraler Ansprechpartner deutscher Unternehmen für die Märkte Russland, Belarus, Ukraine, Zentralasien, Süd-Kaukasus und Südosteuropa. Er begleitet wichtige wirtschaftspolitische Entwicklungen in den bilateralen Beziehungen mit diesen Ländern und fördert Handel, Investitionen und Dienstleistungstransfers deutscher Unternehmen auf den Märkten der Region.

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