KfW-Report: Anzahl der Start-ups weiter gestiegen

2018 gab es in Deutschland insgesamt 70000 Start-ups, 10000 mehr als im Jahr zuvor. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung der KfW hervor. Allerdings fehlten der Start-up-Szene in Deutschland die Frauen. Der Gründerinnenanteil im Start-up-Bereich läge durchschnittlich nur bei 19 Prozent.

Die Anzahl der Start-Ups ist in Deutschland im Kalenderjahr 2018 weiter gestiegen. Dies belegt eine aktuelle Studie der KfW. Foto: pixabay.com Die Anzahl der Start-Ups ist in Deutschland im Kalenderjahr 2018 weiter gestiegen. Dies belegt eine aktuelle Studie der KfW. Foto: pixabay.com

Die Zahl der innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen in Deutschland ist nach Angaben des aktuellen KfW-Start-up-Reports erneut gestiegen: Im Jahr 2018 habe es insgesamt 70000 Start-ups und damit rund 10000 mehr als im Jahr zuvor gegeben.

Der KfW-Start-up-Report untersucht die Zahl und Struktur von innovations- oder wachstumsorientierten Unternehmen, die maximal 5 Jahre alt sind. Demnach seien die typischen Gründerinnen und Gründer von Start-ups im Vollerwerb tätig, hätten ihr Unternehmen neu gegründet, hätten ein Gründungsteam oder Mitarbeiter/innen und seien innovations- oder wachstumsorientiert.

Das jeweilige Gründungsverhalten von Männern und Frauen führt nach Angaben der KfW dazu, dass der Gründerinnenanteil mit Blick auf Start-ups deutlich sinke. Denn Frauen gründeten seltener innovations- oder wachstumsorientiert, im Vollerwerb, im Team oder mit Mitarbeiter/innen. So läge der Anteil von Frauen an den Existenzgründungen im Durchschnitt der Jahre 2016–2018 bei 39 Prozent. Der Gründerinnenanteil im Start-up-Bestand sei mit 19 Prozent im Durchschnitt dieser Jahre hingegen nur gut halb so hoch.

Innovationsorientierte Gründungen hätten häufig einen Technologiebezug. Wie technologieaffin Gründerinnen und Gründer sind, hänge wiederum häufig relativ stark mit ihrem Ausbildungshintergrund zusammen. Absolventinnen und Absolventen von MINT-Studiengängen oder mit technischer Berufsausbildung seien technologieaffiner als andere. Genau diese Ausbildungswege wählten Frauen seltener. Auch Wachstumsorientierung sei häufig eine (Aus-) Bildungsfrage. Für Wachstumsambitionen sei Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten notwendig. Wer an seinen kaufmännischen Fähigkeiten zweifelt, sei deutlich seltener auf Wachstum aus, egal ob Mann oder Frau – wobei dieser Effekt bei Frauen häufiger zum Tragen komme als bei Männern.

KfW-Start-up-Report zum Download hier...

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