Kommunen: Massive Einsparungen dank LEDs

Innovationsschauplatz zeigt die Möglichkeiten mit moderner Technik auf.

Philips war mit seinen CitySpirit LED-Laternen Partner des Projekts in Rietberg. Foto: Philips

LEDs sparen Strom und sind bei der Energiewende eine wichtige Säule des effizienten Umgangs mit der gewonnenen Elektrizität. Die Einführung der Technologie in die Allgemeinbeleuchtung ist ein wichtiger Schritt, um den Energieverbrauch zu senken – und folglich auch die Betriebskosten. Den Städten und Kommunen kommt dabei als Vorbildfunktion für die Privatwirtschaft eine wichtige Schlüsselrolle zu, um auf die Vorteile der Technologie aufmerksam zu machen. Auf den ersten Blick zwar teurer, rentieren sich die Investitionen aufgrund des niedrigeren Stromverbrauchs und der längeren Haltbarkeit der Lichtquellen im Handumdrehen. Gelingt eine großflächige Umstellung auf eine energieeffiziente Technologie, so trägt dies nicht nur zu einer deutlichen Entlastung der angespannten kommunalen Haushalte bei, sondern leistet  zudem einen entscheidenden Beitrag zum Gelingen der Energiewende und zur Reduzierung der Emissionen.

Stromverbrauch halbieren

Wieviel Bedarf für innovative Beleuchtungskonzepte gerade in den Kommunen besteht, zeigen Zahlen der Deutschen Energie-Agentur (dena), wonach bundesweit in der Straßenbeleuchtung neun Millionen veraltete Laternen betrieben werden. Viele davon wurden bereits in den 80er Jahren installiert, als der Stromverbrauch bei den Investitionsentscheidungen noch eine untergeordnete Rolle spielte. Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erhobene Daten zeigen, dass der Energiebedarf durch den Umstieg auf moderne LEDs in kommunalen Anwendungsbereichen mindestens halbiert werden kann – bei obendrein signifikant verbesserter Beleuchtungsqualität. Damit die neue Technologie konventionelle Lösungen ersetzen kann, sind aber gewisse Mehranstrengungen nötig: Neben den höheren Anfangsinvestitionen zählen die aufwendigere  Planung, Installation und Wartung zu den großen Hürden.

Beispiele zeigen jedoch, dass Ideen für innovative Beleuchtungen mit entsprechendem Engagement umsetzbar sind. In Rietberg dauerte es von den ersten Überlegungen bis zur Fertigstellung vier Jahre, bis LEDs den historischen Stadtkern beleuchteten. Energieverbrauch und CO2-Ausstoß können künftig halbiert werden – obwohl in zusätzliche Illuminationen im öffentlichen Stadtbild investiert wurde. Noch innovativer zeigt sich die Stadt Heidelberg, die ein vollkommen neues Beleuchtungskonzept für die Radwege im Stadtteil Bahnstadt installiert hat. „Licht nach Bedarf“ heißt es dort: Sobald sich ein Radfahrer nähert, wird die Leistung der LEDs mittels Infrarot-Sensoren von rund zehn Prozent auf 100 Prozent erhöht und unmittelbar wieder gedimmt. Gegenüber einer herkömmlichen Beleuchtung werden so bis zu 70 Prozent der Energie eingespart. Alarmsysteme melden außerdem Ausfälle, so dass Wartungen und Reparaturen schnell und kosteneffektiv realisiert werden können.

KOINNO-Innovationsschauplatz für Erfahrungsaustausch

Weil neue Anforderungen an die öffentliche Vergabe es nun vorschreiben, das bisher geltende Wirtschaftlichkeitsprinzip durch soziale und umweltpolitische Entscheidungskriterien zu ergänzen, müssen solche nachhaltigen Lösungen künftig verstärkt ins Blickfeld der öffentlichen Stellen rücken.

Das Kompetenzzentrum innovative Beschaffung (KOINNO), vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) geleitet, veranstaltet deshalb „Innovationsschauplätze“, auf denen gute Praxisbeispiele aus kommunalen Einrichtungen präsentiert werden. Zuerst treffen sich Einkäuferinnen und Einkäufer am 16. Oktober 2014 in Heidelberg, um Erfahrungen zum Thema "LED in Kommunen" auszutauschen. Ihre Kolleginnen und Kollegen aus Städten wie Rietberg oder Heidelberg zeigen dabei, wie sie ihre Projekte erfolgreich durchführen konnten. Ein weiterer Innovationsschauplatz ist bald zum Thema "Elektromobilität" vorgesehen.

Terminhinweis:

» Innovationsschauplatz "LED in Kommunen" am 16. Oktober 2014 in Heidelberg

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Mehr Infos:

Susanne Kurz
Referentin BME-Sektionen/Fachgruppen
Tel. 069/30838-127
E-Mail: susanne.kurz@bme.de
 

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