12.10.2017

Konjunktur hat an Schwung gewonnen

Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries: Deutschland bleibt auch in den kommenden Jahren auf Wachstumskurs

Der deutschen Wirtschaft geht es gut. Foto: pixabay.com Der deutschen Wirtschaft geht es gut. Foto: pixabay.com

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem stetigen und breit angelegten Aufschwung mit einem soliden binnenwirtschaftlichen Fundament. Die Kapazitäten sind gut ausgelastet, die Beschäftigung steigt weiter und die Verbraucherpreise sind stabil. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin mit. In ihrer Herbstprojektion geht die Bundesregierung für das laufende Jahr von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von preisbereinigt 2,0 Prozent aus. Für das Jahr 2018 werde ein Zuwachs von 1,9 Prozent erwartet.

„Der deutschen Wirtschaft geht es gut. Die nächste Bundesregierung muss dafür sorgen, dass das so bleibt. Die Konjunktur in Deutschland hat an Schwung und Breite gewonnen und bleibt auch in den kommenden Jahren auf Wachstumskurs“, betonte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries. Mit der anziehenden Weltwirtschaft hätten sich die Exporte belebt. Dies habe die private Investitionstätigkeit angeregt. Die Beschäftigung nehme weiter kräftig zu. In der zurückliegenden Legislaturperiode habe die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt um 2,5 Millionen Personen zugenommen. Auch die Einkommen stiegen weiter.

Eckpunkte der Herbstprojektion 2017:

  • In Anlehnung an die Prognosen internationaler Organisationen ist unterstellt, dass das Wachstum der Weltwirtschaft anziehen wird. Auch der Welthandel dürfte sich weiter dynamisch entwickeln. Für die deutschen Exporte von Waren und Dienstleistungen wird daher ein Zuwachs in Höhe von real 3,5 Prozent im Jahr 2017 und in Höhe von 4,0 Prozent im Jahr 2018 erwartet.
  • Aufgrund der dynamischen Inlandsnachfrage werden die Importe in den Jahren 2017 und 2018 etwas kräftiger expandieren als die Exporte. Der Außenhandel liefert daher im Projektionszeitraum rein rechnerisch per Saldo keine Wachstumsbeiträge. Gleichwohl bleibt die Entwicklung des Außenhandels für die deutsche Konjunktur von zentraler Bedeutung.
  • Der Saldo der deutschen Leistungsbilanz (in Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt) dürfte nicht zuletzt wegen der kräftigen Binnennachfrage von 8,3 Prozent 2016 auf 7,4 Prozent 2018 zurückgehen.
  • Mit der deutlichen Zunahme der Exporte und der überdurchschnittlichen Auslastung der Kapazitäten in der Industrie werden die Unternehmen ihre Investitionen deutlich ausweiten. Die Investitionen in Ausrüstungen nehmen voraussichtlich um 2,0 Prozent in diesem Jahr und beschleunigt um 3,7 Prozent im kommenden Jahr zu.

Die Herbstprojektion der Bundesregierung wurde am 11. Oktober 2017 im interministeriellen Arbeitskreis „Gesamtwirtschaftliche Vorausschätzungen“ unter Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie abschließend beraten. Das Statistische Bundesamt und die Deutsche Bundesbank waren beteiligt. Die gesamtwirtschaftlichen Eckwerte der Herbstprojektion bilden die Grundlage für die Steuerschätzung vom 7. bis 9. November 2017 in Braunschweig. Als gemeinsamer Orientierungsrahmen dienen sie der Aufstellung der öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen.

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