Novartis: Transformation der Lieferkette mittels strategischer Kooperation

Das Pharmaunternehmen wird über die Zusammenarbeit mit Amazon Web Services die Supply Chain neu ausrichten. Der Fokus liegt auf Automatisierung, maschinelles Lernen und Informationen in Echtzeit.

Foto: Pixabay

Novartis will seine Fertigungs- und Lieferketten transformieren. Cloud-basierte „Insight Centers“ sollen Informationen bündeln und in Echtzeit zur Verfügung stellen, wie Amazon Web Services in einem Blogbeitrag mitteilte. Zugang erhalten die Betreiber der Standorte wie auch die Nutzer der Unternehmen weltweit. In die Insight Centers gehen Betriebskennzahlen der Standorte sowie industrielle Sensordaten ein, ergänzt um Informationen zu Kontext und Umwelt.

Neben der Lieferkette werden auch Produktion und Vertrieb Teil des Projekts. Realisiert wird die Transformation über eine strategische Zusammenarbeit mit Amazon Web Services. Als multinationaler Arzneimittelkonzern mit über 60 Produktionsstätten produziert Novartis jährlich Therapeutika für knapp eine Milliarde Patienten in 155 Ländern. „Die Nutzung von Datenwissenschaft und digitalen Technologien, um die Art und Weise, wie wir Medikamente herstellen, neu zu gestalten, ist nicht nur das Herzstück unserer Transformation, sondern auch der Kern unseres Bestrebens, innovative Medikamente schneller zu den Patienten zu bringen”,  sagte Bertrand Bodson, Chief Digital Officer bei Novartis.

Prognose von Maschinenausfällen

Ziel ist es, Standardkennzahlen für die globale Standorteffizienz zu entwickeln zur Beurteilung der weltweiten Betriebsleistung. Maschinelles Lernen soll die Leistung der Standorte, aber auch beispielsweise Maschinenausfälle, prognostizieren. Digitale Zwillinge und Prognosemodelle zur Nachfrage sollen eine effizientere Versorgung ermöglichen.

Für Pharmaunternehmen hat die Transformation von Produktions- und Lieferketten eine hohe Bedeutung eingenommen. Neue pharmazeutische Therapien sind komplexer in der Herstellung mit gleichzeitig wachsenden Ansprüchen an die Logistik, da lebende Organismen transportiert werden müssen. Auch sinken die jeweiligen Produktionsmengen durch individualisierte Therapieansätze, auslaufender Patentschutz vieler Medikamente zwingt zu Kostensenkungen in der Produktion. Daraus ergibt sich für Pharmaunternehmen die Notwendigkeit vorgelagerte Lieferketten, Herstellungsprozesse und nachgelagerten Vertrieb effizienter und dynamischer zu gestalten.

Save the Date: 5th Global Pharma Supply Chain Congress, 3.–5. März, Dresden

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