21.10.2019 //

Österreichisches EinkaufsForum 2019 des BMÖ

Trotz fehlender Spielregeln: Lieferantenrisiken, Datenqualität und Wirtschaftspolitik beinhart diskutieren.

Auf dem traditionellen Einkaufsforum des BMÖ diskutierten rund 100 Einkaufs- und Supply-Chain-Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik im Wiener Haus der Industrie aktuelle Beschaffungstrends. Foto: BMÖ / Veigl Fotografie Auf dem traditionellen Einkaufsforum des BMÖ diskutierten rund 100 Einkaufs- und Supply-Chain-Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik im Wiener Haus der Industrie aktuelle Beschaffungstrends. Foto: BMÖ / Veigl Fotografie

„Wer jetzt in den Unternehmen den Rotstift bei Themen wie Einkauf und Digitalisierung ansetzt, gefährdet künftige Wettbewerbsvorteile“, mahnte BMÖ-Präsident Dr. Christian Haring auf dem EinkaufsForum des BMÖ - Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik in Österreich (10.-11.10.2019). Vor rund 100 Einkaufs- und Supply Chain-Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik stellte Haring im Wiener Haus der Industrie klar, welche Herausforderungen die Unternehmen „beinhart“ diskutieren müssten: Lieferanten in Schwächephasen unterstützen, Digitalisierung mit Bedacht weiterdenken, Risiken professionell managen, E-Mobilität vorantreiben, Umsetzungsgeschwindigkeit erhöhen. Echtzeitinformationen seien wichtige Voraussetzung, aber kein Allheilmittel. „Moderne Tools sollten nicht nur Informationen kanalisieren, sondern Lösungsvorschläge aufzeigen. Die Entscheidung für einzuleitende Maßnahmen muss aber am Ende immer der Mensch treffen“, so Haring. Zwar fehlten noch immer eindeutige Spielregeln, aber man habe keine Zeit mehr zu verschenken. „Bleiben Sie misstrauisch und passen Sie Ihre Strategien laufend an“, riet der BMÖ-Präsident.

Heinz Pechek, geschäftsführender Vorstand des BMÖ und Leiter der BMÖ-Akademie, verwies angesichts der unsicheren weltpolitischen und wirtschaftlichen Lage auf die besondere Bedeutung des Einkaufs für die Lieferfähigkeit des eigenen Unternehmens. Komplexe Lieferketten würden zunehmend fragil. Das Management von Lieferanten und eine vorsorgende Risikopolitik in der Supply Chain seien das Gebot der Stunde. Pechek: „Digitalisierung ermöglicht, unterstützt und beschleunigt, aber die Fäden muss der Mensch in der Hand behalten. Kritische Erfolgsfaktoren sind Datenqualität und die Qualifizierung von Führungskräften und Mitarbeitern.“ Der Einkauf müsse sich vermehrt um die Kundenerwartungen kümmern, nur so könne er mit Lieferanten über Technologie, Qualität, Nachhaltigkeit und Total Cost of Ownership kompetent verhandeln.

Austrian Supply Excellence & Einkauf 4.0 Award 2019

Der BMÖ vergab während des Österreichischen EinkaufsForums den „Austrian Supply Excellence & Einkauf 4.0 Award 2019“ an die Wien Energie GmbH sowie die AVL List GmbH (Graz). Anerkennungspreise erhielten EVN AG (Maria Enzersdorf), Melecs EWS GmbH (Wien) und die Raiffeisen Bank International AG (Wien). Preisträgerin des Wissenschaftspreises ist Kathrin Meinert von der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig.

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