05.11.2019 //

Osthandel: Polen stärkster Handelspartner

Der Osthandel stützt den deutschen Export. In den ersten acht Monaten 2019 legten die Ausfuhren um 2 Prozent zu, der gesamte Export Deutschlands kam nur auf eine Wachstumsrate von 0,5 Prozent im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum.

Foto: Pixabay

Im Spätsommer verlor der deutsche Handel mit den 29 Ländern des Ost-Ausschusses – Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft (OAEV) deutlich an Schwung. Analog dazu legte auch der gesamte deutsche Außenhandel weniger zu. Mit dem östlichen Europa und Zentralasien stieg der deutsche Handelsumsatz in den ersten acht Monaten 2019 nur noch um 1,5 Prozent, wie der OAEV mitteilte. Die deutschen Ausfuhren in diese Region zogen um zwei Prozent an. Im Vergleich dazu konnten sich die gesamten deutschen Ausfuhren jedoch nur noch um 0,5 Prozent verbessern. „Der Osthandel stützt weiterhin den deutschen Export, dies zeigen die aktuellen Handelszahlen“, sagte der OAEV-Vorsitzende Oliver Hermes. Wichtig sei nunmehr, dass die Länder einschließlich Deutschlands mehr in Forschung und Entwicklung investieren, den digitalen Wandel der Wirtschaft offensiver gestalten und damit die Grundlage für neues Wachstum schaffen.

Bedeutendster Handelspartner der Region ist Polen mit einem bilateralen Außenhandelsumsatz in Höhe von 80,7 Mrd. Euro. Zwischen Januar und August 2019 stiegen die deutschen Einfuhren aus Polen um 4,2 Prozent, die Ausfuhren um 3,6 Prozent im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum. Deutlich gingen die deutschen Importe aus der Russischen Föderation – drittwichtigster Handelspartner der Region – zurück (-10,5 Prozent). Einige Länder Südosteuropas rücken vermehrt als Beschaffungsmarkt in den Fokus deutscher Einkäufer, wie die Slowakei (deutsche Einfuhren: 13,5 Prozent), Serbien (9,4 Prozent) und die Republik Nordmazedonien (14,9 Prozent).

Der BME unterstützt den Osthandel mit seinen Matchmakings in der Region. Ende Oktober trafen  auf dem 6. CEE Procurement & Supply Forum mehr als 20 einkaufende Unternehmen aus Deutschland, Österreich, Polen und Tschechien in Prag auf Lieferanten aus 15 Ländern Mittel- und Osteuropas (MOE). Über 400 Matchmakings wurden auf dem größten Beschaffungstreffen in Mittel- und Osteuropa durchgeführt, teilte der Veranstalter Bundesverband für Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) mit, der das Forum seit 2015 gemeinsam mit der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer (DTIHK) durchführt. 

„Die Megatrends in Einkauf, Logistik und Supply Chain Management machen auch vor der CEE-Region nicht Halt. Den von Globalisierung und Digitalisierung ausgehenden technologischen Wandel möchten wir gemeinsam mit unseren Partnern aus dem gesamten CEE-Raum aktiv begleiten und beide Seiten – Einkäufer wie Lieferanten – aktiv unterstützen“, betont Olaf Holzgrefe, Leiter International Business & Affairs des BME.

Save the Date: Sourcing Day Pilsen, B2B Matchmaking mit Zulieferern aus Tschechien, Warengruppen: Metall, C-Teile, Plastik und Gummi, Elektronik, Datum: 29.4.2020, Weitere Infos: Anke Koch, anke.koch@bme.de

Deutscher Osthandel Januar–August 2019

Weiterempfehlen

Weitere Meldungen zu: