22.10.2013 //

Positiver Jahresausklang für Exporteure

Experten schätzen die Export-Aussichten positiv ein. 2013 verläuft aber enttäuschend.

HSBC sieht Deutschland langfristig unter den wichtigsten Herstellern von Infrastruktur-Gütern. Abbildung: Siemens-Pressebild

Nach einem enttäuschenden Jahresverlauf blicken Experten optimistisch auf die Zukunft der heimischen Exportwirtschaft. Deutschland als einer der führenden Exporteure von Waren sei zuletzt negativ durch den gedämpften globalen Handel beeinflusst worden, hieß es im „Global Connections Report“, den die britische Großbank HSBC mit den Marktforschern von Oxford Economics veröffentlicht hat. Dies zeigen auch die Zahlen des Statistischen Bundesamts, wonach im August mehr als fünf Prozent weniger exportiert wurde als im Vorjahresmonat. „Der anhaltende Nachfrageausfall aus den Schwellenländern hat sich im August nochmals verstärkt“, kommentierte dies der Präsident des Bundesverbands für Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen (BGA), Anton F. Börner.

Verbände erwarten positive Entwicklung zum Jahresende

Dennoch sehen die Experten die Chancen auf einen versöhnlichen Jahresausklang. Börner etwa hält es noch für möglich, dass das Vorjahresergebnis bei den Ausfuhren übertroffen wird:  „Die schwarze Null versehen wir ausdrücklich mit einem Pluszeichen, denn wir hoffen noch auf ein Wachstum zum Jahresende.“  Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) blickt derweil noch etwas optimistischer voraus und erwartet ein Exportwachstum von 1,5 bis zwei Prozent. „Die deutsche Industrie rechnet noch in diesem Jahr mit einer allmählichen Erholung. In den wesentlichen Exportbranchen stehen die Zeichen auf Wachstum“, sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber bei der Vorstellung eines Außenwirtschafts-Reports des Verbands.

HSBC-Studie: Aussichten auch langfristig positiv

Über diese kurzfristigen Annahmen hinaus zeichnet die HSBC-Studie auch auf mittlere Sicht ein positives Bild für den deutschen Exportsektor. Demnach sollen die Ausfuhren in den kommenden Jahren wieder solide und nachhaltig wachsen und dabei von anziehenden Exporten nach Asien, aber auch von steigenden Verkäufen in die europäischen Partnerländer profitieren. Auch langfristig sprechen die HSBC-Experten im Gegensatz zu vielen anderen Ländern der Eurozone von ermutigenden Aussichten. Bis ins Jahr 2030 werde Deutschland zu den wichtigsten Herstellern von Infrastruktur- und Investitionsgütern gehören. China werde bis dahin die Franzosen als wichtigster deutscher Handelspartner ablösen, so die These der Studie.

 

Timo Hausdorf, BME

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