16.04.2018 //

Rekordstand bei Ehrenämtlern im BME

Mit rund 330 Aktiven in Regionsvorständen ist die Zahl der im Ehrenamt engagierten Mitglieder deutlich gestiegen. Zwei Regionen haben aufgrund der hohen Nachfrage ihren Vorstand erweitert.

Workshops zur Regionsarbeit: Teilnehmer (Nord-Regionen) auf der Terrasse des Schlosses Gehrden bei Paderborn. Foto: BME e.V.

Mit einer Erweiterung des Vorstands reagierten gleich zwei BME-Regionen darauf, dass einige Mitglieder sich stärker engagieren wollten, alle Vorstandspositionen aber schon besetzt waren. Gerade in den vergangenen Jahren zieht die Zahl der im Ehrenamt engagierten Mitglieder deutlich an. „Mit den rund 330 in Regionsvorständen sind das so viele wie nie zuvor“, sagt Frithjof Kilp, Bereichsleiter Verband und Kommunikation des BME.

Ein Trend, der auch deutschlandweit zu beobachten ist. Mittlerweile engagiert sich jeder dritte Deutsche im Ehrenamt. Auch der BME lebt vom ehrenamtlichen Engagement seiner 9.600 Mitglieder. „Eigentlich konnte ich mir das nicht vorstellen“, räumte ein jüngerer Delegierter der Regionen auf einem Regionen-Workshop ein. „Zu viele ältere Semester“, war sein erster Eindruck. Doch das durchschnittliche Alter der Ehrenämtler ist gesunken, der Anteil der Pensionäre gleichsam. Auf deren Erfahrung baut sich das Engagement der Jüngeren auf. „Unser Verband wäre nicht da, wo wir sind, wenn wir nicht auch die Unterstützung der Pensionäre hätten“, erklärt Kilp.  Einige der 38 BME-Regionen sind gerade in jüngster Zeit kräftig gewachsen. Rund zehn Prozent mehr Engagierte verzeichnete Kilp in den vergangenen fünf Jahren. Allein zu den zirka 400 Regionsveranstaltungen kommen jährlich zwischen 10.000 und 12.000 Experten aus der Supply Chain Community zusammen. Weitere Angebote sind Einkaufsleiterkreise, Young Professional Events, Mentorenprogramme, Messen und Lieferantentage. Diese Veranstaltungen werden eigenständig von den Ehrenämtlern durchgeführt.

Der erste Kontakt zum BME findet meist auf den Veranstaltungen statt, so auch im Fall von Michael Schmid, Leiter Materialwirtschaft und Einkauf bei Witzenmann. „Als Einkäufer ist man ein einsamer Wolf“, sagt er. Im Verband treffe man dagegen auf weitere Einkäufer, die mit den gleichen Herausforderungen hadern. „Engagement und Ehrenamt im BME sind eine Medizin gegen Betriebsblindheit.“  Für Michael Käsbauer, Process Manager SRM bei Zollner, spielt der Wunsch mit, über das Engagement der Gesellschaft etwas Positives zurückzugeben. Den Nutzen für seinen beruflichen Alltag sowie den kollegialen Austausch schätzt er, aber er sieht auch, dass die Verbände oder Vereine diese Vorteile zu wenig herausstellen. „Das könnte man durchaus etwas aktiver gestalten“, findet er. Der BME hat mit seiner Strategie 2030 ein klares Bekenntnis zum Ehrenamt abgelegt. Die Mitglieder gestalten über ihr Engagement und ihr Netzwerk den Verband mit – das ist auch so gewollt.

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