Rolf Schnellecke in Logistics Hall of Fame aufgenommen

Am Mittwochabend erhielt der 74-jährige Automobillogistiker im Rahmen einer Gala im Bundesverkehrsministerium die begehrte Mitgliedsurkunde. Der zum Unterstützerkreis gehörende BME hatte sich ebenfalls für den jetzt Ausgezeichneten ausgesprochen.

Würdige Preisverleihung: v.l.n.r. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Anita Würmser, Jury und Logistics Hall of Fame Council, Prof. Rolf Schnellecke, Prof. Dr. Thomas Wimmer, BVL. Foto: Logistics Hall of Fame/Bungert Würdige Preisverleihung: v.l.n.r. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Anita Würmser, Jury und Logistics Hall of Fame Council, Prof. Rolf Schnellecke, Prof. Dr. Thomas Wimmer, BVL. Foto: Logistics Hall of Fame/Bungert

Der renommierte Automobillogistiker Prof. Rolf Schnellecke ist am Mittwochabend in die Weltruhmeshalle der Logistik aufgenommen worden. An der Gala im Bundesverkehrsministerium nahmen mehr als 250 Ehrengäste, darunter Spitzen der Automobilindustrie und -logistik, teil, heißt es in einer Pressemitteilung der Logistics Hall of Fame. Der zum Unterstützerkreis gehörende Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) war durch BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Silvius Grobosch vertreten.

„Die Mitglieder der Hall of Fame sind Visionäre, Impulsgeber und Pioniere“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer. Sie hätten mit ihren Ideen, ihren Innovationen, ihrem Unternehmertum und ihrem Mut die Logistik auf der ganzen Welt optimiert und vorangetrieben, für Wachstum und Wohlstand gesorgt. Professor Rolf Schnellecke habe mit Weitblick und Entschlossenheit insbesondere die Logistik der Automobilindustrie auf ein neues Niveau gehoben. Scheuer: „Dafür gebührt ihm unser Dank und Respekt.“

Die Laudatio auf das neue Mitglied hielt Prof. Dr. Thomas Wimmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bundesvereinigung Logistik (BVL). Er würdigte in seiner Rede die Pionierleistung des 74-jährigen Wolfsburgers: „Als erster Spediteur übernahm Schnellecke 1990 Montagearbeiten im Rahmen der VW-Produktion. Er hat diese Form der Zusammenarbeit zum Markenzeichen entwickelt: Mehrwertlogistik für die Automobilindustrie.“

„Wir gratulieren Herrn Prof. Rolf Schnellecke zur Aufnahme in die Logistics Hall of Fame. Es freut uns sehr, dass der heutige Aufsichtsratsvorsitzende der Wolfsburger Schnellecke Group AG & Co. KG unter 25 Kandidaten aus acht Nationen in die internationale Ruhmeshalle der Logistik gewählt wurde“, hatte Dr. Silvius Grobosch zuvor in einem Grußwort für das Magazin der Logistics Hall of Fame geschrieben. Schnellecke habe es immer wieder hervorragend verstanden, seine über Jahrzehnte erworbenen Erfahrungen in den Bereichen Logistik, Produktion und Transport nicht nur zum Wohle des eigenen Unternehmens, sondern auch zur Weiterentwicklung der gesamten Speditionsbranche einzubringen. Die von ihm in seiner Firma realisierten Gesamtkonzepte, die von Transport und Warehousing über Vormontagen und Value Added Services bis hin zur sequenziellen Fertigung von Einzelteilen und Modulen und der containergerechten Verpackung reichen, seien wegweisend und heute etabliert im Markt.“

Rolf Schnellecke, der zehn Jahre Oberbürgermeister in Wolfsburg war, ist das 34. Mitglied der Logistikruhmeshalle. Er wurde unter 25 Kandidaten aus Australien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Großbritannien, Serbien, der Schweiz und den USA von 60 internationalen Juroren gewählt.

Weitere Mitglieder der Logistics Hall of Fame sind unter anderem Amazon-Chef Jeff Bezos, der UPS-Gründer James Casey sowie Fedex-Gründer Frederick Smith, der Schweizer Logistikmäzen Klaus-Michael Kühne, die Kontraktlogistik-Pioniere Heinz Fiege und Hugo Fiege, der Fraunhofer-Forscher und deutsche IoT-Papst Prof. Dr. Michael ten Hompel und die österreichische Logistik-Unternehmerin Heidi Senger-Weiss. Postum in die prominente Runde aufgenommen wurden unter anderem die Post-Pioniere von Thurn und Taxis, Lkw-Erfinder Gottlieb Daimler, Gottfried Schenker als Pionier des Bahnsammelverkehrs, die Fließband-Erfinder Henry Ford und Ransom Eli Olds, der Erfinder des Gabelstaplers Eugene Clark sowie Malcom McLean, Vater der Containerisierung, und der japanische Toyota-Manager Taiichi Ohno, Erfinder des Just in Time-Konzeptes.

Die Logistics Hall of Fame zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich um die Weiterentwicklung von Logistik und Supply Chain Management außergewöhnlich verdient gemacht haben. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Verkehr und digitale Infrastruktur und wird unterstützt von zahlreichen Verbänden und Unternehmen.

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