„Schienengüterverkehr braucht einen Innovationsschub“

Verbände fordern schnelle und konsequente Umsetzung des Masterplans Schienengüterverkehr.

Auf dem 13. BME-/VDV-Forum Schienengüterverkehr (11./12.02.) in Berlin steht die Umsetzbarkeit von innovativen Bahntechnologien unter Wirtschaftlichkeitsaspekten im Fokus. Foto: Tanja Marotzke/BME e.V. Auf dem 13. BME-/VDV-Forum Schienengüterverkehr (11./12.02.) in Berlin steht die Umsetzbarkeit von innovativen Bahntechnologien unter Wirtschaftlichkeitsaspekten im Fokus. Foto: Tanja Marotzke/BME e.V.

Im Rahmen des 13. „Forum Schienengüterverkehr“ haben die beiden gastgebenden Verbände BME und VDV heute in Berlin einen Innovationsschub für den Güterverkehr auf der Schiene gefordert. „Der Schienengüterverkehr muss wirtschaftlicher, schneller und zuverlässiger werden, wenn die Branche das angedachte Wachstum um 25 Prozent bis 2030 erreichen soll. Dafür müssen wir vor allem die zahlreichen Potenziale im Bereich der Digitalisierung und Automatisierung bei den Fahrzeugen, Wagen und in der Infrastruktur nutzen. Wir brauchen einen Innovationschub im Schienengüterverkehr“, so VDV-Vizepräsident Joachim Berends und BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Silvius Grobosch (im Bild rechts bzw. links auf der Bühne). Aus Sicht der beiden Verbände ist dafür die zeitnahe und konsequente Umsetzung der zahlreichen Modernisierungsmaßnahmen, die im Masterplan Schienengüterverkehr zwischen Branche und Bundesregierung vereinbart wurden, unumgänglich.

„Wir haben beim Masterplan intensiv und konstruktiv diskutiert, um die richtigen Maßnahmen zur Steigerung des Marktanteils im Schienengüterverkehr zu identifizieren und zu priorisieren. Die Ergebnisse sind sehr gut, aber die Umsetzung muss aus unserer Sicht schneller vorangehen. Diese Aufforderung gilt nicht nur in Richtung Politik, sondern richtet sich auch an die eigene Branche“, so Berends und Grobosch.

Über 200 Teilnehmer dabei

Auf dem 13. BME-/VDV-Forum Schienengüterverkehr (11./12.02.) in Berlin steht deshalb auch die Umsetzbarkeit von innovativen Bahntechnologien unter Wirtschaftlichkeitsaspekten im Fokus. Neben der Digitalisierung als ein Kernthema des Masterplans Schienengüterverkehr werden Technologien für Ressourcen- und Kapazitätsmanagement, Logistik und Prozessqualität im konkreten Kontext vorgestellt. Best-Practice-Beispiele zeigen, welche wirtschaftlichen, politischen und infrastrukturellen Herausforderungen bei der Umsetzung und Implementierung dieser Technologien bewältigt werden müssen. Die Veranstalter erwarten über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. „Das Ziel der Branche ist die Steigerung der Effektivität und Wettbewerbsfähigkeit der Schiene. Lösungsansätze dafür wollen wir in den kommenden zwei Tagen miteinander diskutieren“, so Berends und Grobosch.

BDI und DSLV sind Kooperationspartner

Neben den beiden gastgebenden Verbänden VDV und BME wird die Veranstaltung zudem unterstützt vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und dem DSLV Bundesverband Spedition- und Logistik. „Diese Kooperation aus VDV, BME, BDI und DSLV zeigt die Breite der Themen, die bei unserer Veranstaltung aufgerufen werden. Dadurch ist das Forum Schienengüterverkehr eine zentrale Plattform für Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Schienengüterverkehr, Logistik, Speditionen, Handel, Industrie und Wissenschaft“, so Berends und Grobosch abschließend.

„Dem Schienengüterverkehr steht ein weitreichender Wandel bevor. Viele der traditionell auf der Schiene beförderten Güter wie Kohle oder Eisenerze haben rückläufige Transportmengen“, sagte Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, auf dem diesjährigen BME-/VDV-Forum in Berlin. Um eine nachhaltige Verkehrswende zu erreichen, müsse seiner Ansicht nach die Schiene für möglichst viele Güterarten eine schnelle, kostengünstige und flexible Alternative darstellen. Ferlemann: „Auf diese Weise wollen wir den Anteil der Schiene am weiterwachsenden Güterverkehrsmarkt deutlich erhöhen. Dafür setzen wir auf eine weitere Stärkung des Kombinierten Verkehrs und auf Innovationen im Bereich der Automatisierung und Digitalisierung.“

Die Digitale Automatische Kupplung (DAK) stehw für eine Innovation, die im Schienengüterverkehr einem Quantensprung gleichkomme. Die Effizienz- und Zeitgewinne, die sich damit erreichen ließen, seien enorm und würden insbesondere für wirtschaftlichere Einzelwagenverkehre dringend benötigt. „Daher arbeiten wir an einem europaweiten Bekenntnis zur Einführung der DAK, um dieser für die Zukunft des Schienengüterverkehrs zentralen Innovation zügig zum Durchbruch zu verhelfen“, fügte er hinzu.

Weitere Infos zur Veranstaltung unter: 

https://www.bme.de/13-bme-vdv-forum-schienengueterverkehr-eisenbahn-und-logistik/

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