Statt Firmen konkurrieren Supply Networks

Adaptive Lieferketten werden zu einer Kernkompetenz im Unternehmen. Die Mai-Ausgabe von BIP-Best in Procurement beleuchtet, wie das Denken in Netzwerken – auch unternehmensübergreifend – die eigene Position stärkt.

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Das Supply Chain Management steht vor einem Umbruch. „Die Fertigung muss modular strukturiert sein, das heißt, im besten Fall aus einzelnen Fertigungsinseln bestehen, die intelligent miteinander verknüpft sind und jederzeit umgebaut werden können“, erklärt Christian Schewtschenko, Head of Supply Chain und Procurement Strategy bei Nokia, in der Mai-Ausgabe des BME-Fachmagazins BIP-Best in Procurement.

Damit können Lieferketten im Idealfall dort ansetzen, wo die Kunden mit ihren Wünschen und Vorstellungen sind. Ein professioneller Endkundenfokus erfordert dementsprechend ein genaues Wissen über die aktuellen und potentiellen neuen Kunden sowie die Fähigkeit, Lieferketten je nach Bedarf auch schnell auf- und umbauen zu können. Solche adaptiven Supply Chains schaffen gleich mehrere Vorteile wie Kundenzufriedenzeit, Effizienzgewinne und Kostensenkungen. Lieferketten werden so zu einer Kernkompetenz des Unternehmens und somit zum Wettbewerbsvorteil am Markt. Letztendlich ermöglicht die digitale Vernetzung eine bisher unerreichte Transparenz in den Unternehmen.

Die Vernetzung endet nicht in der linearen Lieferkette. Ob Maschinen, Geräte, Menschen oder Unternehmen: Informationen können über bisherige Grenzen hinweg in Echtzeit geteilt werden. Und Hinweise über Materialengpässe frühzeitig erkannt werden. Auch wenn die eigene Branche noch gar nicht betroffen ist.

Vorreiterbranche bei der Entwicklung innovativer Supply Chains ist die Konsumgüterindustrie. Bei Henkel werden automatisch Gabelstapler, Drohnen, das Produktionsplanungs- und das Reportingsystem miteinander vernetzt. Zudem wurde eine neue Industrie-4.0-Einheit geschaffen, in der neue Themen entwickelt werden. Des Weiteren wurden vor vier Jahren die globalen Supply-Chain- und Einkaufsaktivitäten in Amsterdam zusammengezogen. Viele Themen werden heute in einer teamübergreifenden Task Force diskutiert. Denn im Idealfall haben Supply Chain Management und Einkauf gemeinsame End-to-End-Ziele.

Der komplette Artikel erscheint im BME-Verbandsmagazin BIP-Best in Procurement, Mai-Ausgabe. Erscheinungstermin: 9. Mai. Die Mitglieder des BME erhalten das Magazin im Rahmen ihrer Mitgliedschaft kostenlos.

Themen BIP 4/2019

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  • Rohstoffe: Konjunkturflaute drückt auf die Preise
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