18.10.2017 //

Supply Chain Risk Management – Herausforderungen und Status Quo

Ergebnisse einer gemeinsamen Umfrage von BME und riskmethods.

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Unternehmen sind einem permanenten Innovations- und Kostendruck ausgesetzt. Deswegen werden neue Märkte erschlossen, oft in Kombination mit Auslagerung der eigenen Wertschöpfung. Die dabei entstehenden komplexen, globalen Liefernetzwerke bergen aber eine Vielfalt von unbekannten und neuen Gefährdungspotenzialen. Einkäufer, Logistiker und Supply Chain Manager haben sowohl die Pflicht als auch die Chance, ihr Unternehmen vor Schäden zu bewahren und Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren.

Wie ist jedoch der Reifegrad des Risikomanagements ausgeprägt? Was sind die Herausforderungen, wie stellt sich das Zusammenspiel mit weiteren Einkaufsprozessen und die organisatorische Verankerung dar?

Diese Themen beantwortet die aktuelle Umfrage von BME und riskmethods. Über 200 Einkäufer aus den unterschiedlichsten Branchen haben an der Umfrage teilgenommen, um mit ihren Informationen den aktuellen Status Quo von Supply Chain Risk Management zu beleuchten:

Status Quo und aktueller Reifegrad von Supply Chain Risk Management in Unternehmen

  • Die Auslöser und Gründe für Supply Chain Risk Management in Unternehmen sind strategische Entscheidungen, regulatorische Anforderungen und Normen oder eine vergangene Lieferkettenunterbrechung.

  • Eine umfassende Analyse und Überwachung von Risiken aller Art, um Lieferkettenunterbrechungen präventiv zu minimieren oder im Risikofall frühzeitig zu erkennen, fehlt noch weitestgehend.

  • Ebenso reduziert sich die Überwachung von Gefährdungen auf direkte Lieferanten. Da nur ein Teil der Versorgungsunterbrechungen auf Vorfälle bei diesen zurückzuführen sind, ist die Erfassung der Sub-Lieferanten sowie Wege und Strukturen ebenso notwendig mit in die Risikoüberwachung aufzunehmen.

Organisatorische Verankerung von Supply Chain Risk Management in Unternehmen

  • Mit großem Abstand ist das Thema Risikomanagement dem Einkauf zugeordnet, gefolgt von Supply Chain und Quality.

  • Der Zielkonflikt „Risikominimierung vs. Savingsgenerierung“ ist nicht bzw. unklar gelöst. Dabei sollte der Wertbeitrag des Einkaufs im heutigen komplexen Umfeld aus einer Balance zwischen Kosten- /Valueoptimierung und Risikominimierung bestehen.

  • Risikomanagement ist gut in Prozesse des Lieferanten- und Warengruppenmanagements verankert, um hier Synergien zu generieren. Die Integration in insbesondere Vergabeentscheidungen oder Transportation Management sollte noch optimiert werden.

Weitere Ergebnisse der Umfrage:

58 Prozent der Befragten hatten bis zu 20 Lieferkettenunterbrechungen in den letzten 12 Monaten.

41 Prozent der Unterbrechungen gingen von Sub-Lieferanten-Strukturen aus.

Nur 21 Prozent der Befragten überwachen Sub-Lieferanten-Strukturen.

64 Prozent der Befragten gaben keinen oder einen geringen Automatisierungsgrad beim Überwachen von Risiken an.

47 Prozent der Befragten haben keine strukturierte Bewertung des Schadensausmaßes.

80 Prozent der Befragten haben keine oder nur teilweise Maßnahmenpläne auf die wichtigsten Gefährdungen.

60 Prozent der Befragten haben keine Management Reviews zur Risikosituation in der Lieferkette.

63 Prozent der Befragten geben dem Thema Risikomanagement im Hinblick auf die fortschreitende Digitalisierung und Synchronisierung der Lieferkettenabläufe eine hohe bzw. sehr hohe Bedeutung.

Die gesamten Umfrage-Ergebnisse, Erkenntnisse und Rückschlüsse können Sie nachlesen unter:
http://go.riskmethods.net/l/320861/2017-10-16/5q63q

Weitere Infos:
Birgit Müller
Marketing Director
riskmethods GmbH
Orleansstraße 4
81669 München
Tel.: 089 9901648-20
E-Mail: bm(at)riskmethods.net  

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