30.10.2017 //

Technologien im Handel

Transaktionskosten über die gesamte Wertschöpfungskette senken.

Foto: Onventis GmbH Foto: Onventis GmbH

Der digitale Wandel verändert Einkauf und Beschaffung gravierend und trägt nachhaltig zu einer Kostensenkung bei. Wer sich konsequent selbst digitalisiert, kann deutliche Effizienzsteigerungen erzielen und schafft die Voraussetzungen, auch zukünftig wettbewerbsfähig sein zu können. Ein Schlüssel sind u.a. durchgängige, smarte E-Logistiklösungen für eine dezentrale Beschaffung mit kurzen Wegen über ein Procurement Network aus der Cloud.

Ob gewöhnliche C-Teile, moderne Elektronikbauteile oder Zubehör für Robotik, technische Händler decken ein breites Spektrum ab. Wie aber kommt Wertschöpfung in das C- bzw. MRO-Teil? „Einen Arbeitsschuh oder ein Standardwerkzeug liefern können viele, aber die Wertschöpfung um den Schuh herum, die schlanke Beschaffung ohne hohe Lagerbestände, die dezentrale Ausgabe am Verbrauchsort mit smarten E-Logistiklösungen ist wertschöpfend“, erklärt Frank Düringer, Leiter Materialwirtschaft & Industrieservice bei E/D/E.

Die E/D/E Gruppe ist ein klassischer Verbund, der Fachhändler und ihre Kunden u.a. dabei unterstützt, dass C- und MRO-Teile automatisiert dorthin gelangen, wo sie auch gebraucht werden. Frank Düringer: „Im Mittelpunkt steht für uns die Wertschöpfung. E-Procurement kann diese durch die Digitalisierung der Prozesse auf ein anderes Level heben. Unser Ansatz ist dabei eine effiziente 360-Grad-Vollversorgung. Die Beschaffung von C-Teilen soll möglichst vollautomatisiert ablaufen, sodass der Einkauf entlastet wird und mehr Zeit für die strategische Beschaffung bleibt.“ Die operativen Tätigkeiten in der Beschaffung werden auf ein Minimum reduziert.

„Die Gesamtkosten eines Beschaffungsobjektes resultieren einerseits aus den Objektkosten und andererseits aus den Bestell- und sonstigen Abwicklungskosten“, erklärt Prof. Dr. Willi Muschinski. „Insbesondere bei C-Materialien übersteigen in der Regel die Transaktionskosten für die Beschaffung die Objektkosten oft um ein Vielfaches. Das Augenmerk in der Kostensenkung muss deshalb auf der Vereinfachung der Prozesse liegen. Hierbei ist es wichtig, die Prozesskosten durch Digitalisierung nachhaltig zu senken.“

Digitalisierung der Beschaffung bis zum Arbeitsplatz

Zu einer nachhaltigen Prozesskostensenkung kann eine dezentrale Warenausgabe beitragen. Die Frage lautet: Wie können intelligente Systeme dazu beitragen, die Warenverwaltung, Warenvereinnahmung und -ausgabe zu optimieren. „Wir implementieren neue Technologien, wir nennen das intelligente Warenausgabesysteme oder E-Logistik-Systeme“, so Frank Düringer. Die E-Logistik-Systeme sind an die Onventis E-Procurement Lösungen gekoppelt, welche sich komplett in der Cloud befinden, und von dort den Industrie 4.0 Ansatz des E/D/E unterstützen.

Bspw. wird mittels flexibler Warenausgabeautomaten (ETT-Electronic Tool Terminals) sichergestellt, dass Betriebsmittel dezentral und ver-sorgungssicher ausgegeben werden. Oder es kommt moderne RFID-Technologie zum Einsatz: über einfache Karten, die mit einem Chip verheiratet sind, wird die Produktbeschaffung gesteuert. Bei Bedarf wirft der Mitarbeiter die Karte in einen „Briefkasten“ bzw. steckt sie in ein Bestellbord mit eingebautem RFID-Lesegerät und Antenne. Bei Einwurf der Karte wird automatisch ein Auftrag im E-Procurement ausgelöst. „Die Wegezeit fällt weg und die Mitarbeiter sind länger an ihrem Arbeitsplatz und produktiver“, weiß Frank Düringer aus über 250 Installationen solcher E-Logistiksysteme.

Analysieren, was geht

Sind die Bestell- und Beschaffungsprozesse durchgängig digitalisiert, lassen sie sich mittels Big Data auswerten, um bspw. das eigene Bestellverhalten zu analysieren. Ein Beispiel nennt Prof. Muschinski: „Ein Unternehmen fertigt an verschiedenen Standorten und bezieht C-Materialien von einem Händler. Wenn nun jedes Werk autonom bestellt, kann dieses unkoordinierte Abrufverhalten dazu führen, dass höhere Kosten entstehen. Durch Digitalisierung und die daraus resultierende hohe Datentransparenz wird nun das Bestellverhalten in den einzelnen Werken offengelegt. Mittels Algorithmen lassen sich die Bestellungen so koordinieren, dass bei dem Händler weniger Abrufe entstehen und infolge dessen bessere Abrufrabatten erzielt werden können bei gleichzeitiger Reduzierung der Logistikkosten. Und auch der Händler senkt dadurch seine Transaktionskosten nachhaltig – eine typische Win-win-Situation.“

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Frank Düringer: Um mit den smarten Beschaffungslösungen eine hohe Verfügbarkeit zu erreichen, werden Anwender, Einkauf und Zulieferer, also der Fachhändler, über das E-Procurement digital vernetzt. „Der große Vorteil der Lösungen von Onventis ist, dass sie in der Cloud verfügbar sind. Dadurch wird der gesamte Prozess extrem flexibel, übersichtlich und planbar.“


Prof. Muschinski: „Digitalisierung der Prozesse im C-Teile-Management, ist extrem wichtig, da häufig die Transaktionskosten den Bestellwert übersteigen.“

Pressekontakt:
Mireille Röver
Marketing Manager
Onventis GmbH
Gropiusplatz 10
70563 Stuttgart
Tel.: 0049 711 68 68 75-75
E-Mail: m.roever(at)onventis.de

 

 

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