06.07.2018 //

Value Management: Innovation im Fokus

10. BME-Value Day diskutiert innovative Konzepte zur Optimierung von Produkt- und Prozesskosten entlang der Supply Chain.

Michael Nießen (links im Bild), Mitglied des geschäftsführenden Bundesvorstands des BME, eröffnete vor über 200 Teilnehmern den 10. BME-Value Day bei Airbus. Foto: Airbus/Bockfilm Michael Nießen (links im Bild), Mitglied des geschäftsführenden Bundesvorstands des BME, eröffnete vor über 200 Teilnehmern den 10. BME-Value Day bei Airbus. Foto: Airbus/Bockfilm

Über 200 Teilnehmer begrüßte Michael Nießen, Mitglied des geschäftsführenden Bundesvorstands des BME, zum Auftakt des Events im Airbus Conference Center in Hamburg – eine Bestätigung für das etablierte Veranstaltungsformat des BME-Value Days, der in diesem Jahr in Kooperation mit Airbus stattfindet. „Die Unternehmen sind zum Austausch bereit“, so Nießen. Innovationsprojekte mit Lieferanten und kostenoptimierte Produkte seien der Schlüssel zum Erfolg eines Unternehmens. Digitalisierung und Industrie 4.0 ergänzten dabei die bewährten Instrumente der Wert- und Kostenanalyse.

Digitale Cost Engine

Der Einsatz ist bei Airbus bereits weit vorangeschritten. Produktkostenmanagement ist bei dem Flugzeughersteller eine enorme Herausforderung, wenn man bedenkt, dass in einer Maschine mehrere Millionen Teile verbaut sind. Eine digitale Cost Engine führt sämtliche Daten aus Stücklisten und PLM-Datenbanken zusammen und simuliert die detaillierten Produktentstehungskosten. Kostentreiber werden so schnell erkannt, Optimierungspotenziale aufgezeigt und Effizienz-Empfehlungen generiert. „Wir unterstützen unsere internen Airbus-Kunden wie Einkauf, Programm und Entwicklung, indem wir in der frühen Produktentstehungsphase darauf hinweisen, wie man effizienter vorgehen kann", so Ralf Putz, Leiter Cost Engineering bei der Airbus Operations GmbH.

Auch Sache des Einkaufs

Mittels Erfahrung und Geschick des Einkäufers bessere Verhandlungsergebnisse bei Lieferanten zu erreichen, reicht nicht mehr. „Es geht nicht immer nur um Kosten, sondern auch den Wert des Produkts", erklärte Thomas Reddig, Leiter Cost Engineering bei KraussMaffei Technologies. „Man muss parallel an Design, Kundennutzen und Kosten arbeite." Value Engineering wurde deshalb von der Einkaufsleitung ins Unternehmen gebracht, um Transparenz in eine entwicklungsbegleitende Produktkalkulation zu bekommen. Das erlaubt faktenbasierte Gespräche mit dem Lieferanten, der seine Mehrkosten im Detail begründen muss. Das funktioniere auch, berichtet Reddig: „Die Lieferanten lernen, mit uns Kosten zu kalkulieren."

Im Mittelpunkt der Tagung standen außerdem Themen wie integriertes Value Management, vernetztes Cost Engineering und die Zusammenarbeit zwischen Einkauf und Entwicklung. Wie Innovation in der Praxis funktioniert, konnten die Teilnehmer bei Werksführungen auf dem Gelände von Airbus in Finkenwerder erleben.

Veranstaltungsimpressionen (Fotos: Airbus/Bockfilm)

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