Verbände übergeben Gleisanschluss-Charta an das BMVI

An der Initiative beteiligen sich mehr als 35 Verbände, darunter auch der BME.

Auch der BME setzt sich branchenübergreifend für deutlich mehr Gleisanschlüsse im deutschen Schienennetz ein. Foto: pixabay.com Auch der BME setzt sich branchenübergreifend für deutlich mehr Gleisanschlüsse im deutschen Schienennetz ein. Foto: pixabay.com

Die bereits von mehr als 35 Verbänden unterzeichnete Gleisanschluss-Charta wird am 25. Juni in Berlin übergeben. Empfänger der vom BME unterstützten und vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) initiierten Aktion sind Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digital Infrastruktur (BMVI) sowie Vertreter von Ländern und Kommunen. Die Übergabe der Petition findet im Rahmen einer Informationsveranstaltung statt. Hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft werden im BMVI an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Gleisanschlüsse bringen Güter auf die Schiene“ sprechen.

„Die Gleisanschluss-Charta kann bereits vor dem Übergabe-Termin am 25. Juni von interessierten Unternehmen und Institutionen unterzeichnet werden. Danach geht es an die schrittweise Umsetzung der insgesamt 53 Charta-Vorschläge“, erklärt Carsten Knauer, Leiter Sektion Logistik/SCM und Referent Fachgruppen des BME.

Für weitere Informationen: Die aktuelle Lang- und Kurzfassung der Gleisanschluss-Charta kann unter dem Link www.gleisanschluss-charta.de eingesehen werden. Eine Beteiligung an der Charta ist unter https://www.vdv.de/gleisanschluss-charta--unterstuetzer-werden.aspx möglich. Auf dieser Seite können Unternehmen und Institutionen erklären, dass sie das Ziel und die Vorschläge der Charta unterstützen.

Hintergrund zur Gleisanschluss-Charta: Verbände und Vereine aus Industrie, Handel, Logistik und öffentlichen Einrichtungen haben unter Federführung des VDV eine Gleisanschluss-Charta erstellt, die eine stärkere Fokussierung der verkehrspolitischen Diskussion auf die wesentliche Schlüsselfunktion von Gleisanschlüssen, kundennahen Zugangsstellen und regionalen Eisenbahninfrastrukturen lenken soll. Ziel ist es, dem Markt leistungsfähige und wirtschaftlich darstellbare Transportsysteme im Kombinierten Verkehr und  im Wagenladungsverkehr anbieten zu können. „Ein solch breites Bündnis, das sich aktiv hinter die Forderung nach mehr Gleisanschlüssen stellt, gab es noch nie“, betont BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Silvius Grobosch. Das zeige, „wie dringend wir dieses Thema gemeinsam mit der Politik angehen müssen. Wir dürfen beim Güterverkehr nicht länger nur über Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene reden, sondern müssen diese unter anderem durch mehr Gleisanschlüsse auch tatsächlich möglich machen“, zitiert Grobosch aus einer gemeinsam von BME und VDV veröffentlichten Erklärung.

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