VW nutzt ökologisches Schiffsbenchmarking

Konzern tritt als erster deutscher Autohersteller dem Clean Shipping Network bei.

Der Volkswagen-Konzern ist als erster deutscher Automobilhersteller dem Clean Shipping Network beigetreten, in dem sich Unternehmen für eine verbesserte Umweltleistung in der Schifffahrtsindustrie stark machen. Die Wolfsburger nutzen künftig das Bewertungstool Clean Shipping Index (CSI), um die Umweltauswirkungen von Seetransporten zu analysieren und zu reduzieren. Dabei handelt es sich um eine Datenbank, in der Schiffe nach ihren Umwelteigenschaften bewertet werden. Reedereien können ihre Schiffe auf freiweilliger Basis anmelden und sich so der direkten Vergleichsmöglichkeit der Verlader stellen, die sich dann für ökologisch besonders vorteilhafte Schiffe entscheiden können.

Volkswagen bezeichnet den Schritt als Teil der Strategie, die ökologische Nachhaltigkeit in immer mehr Geschäftsbereichen entlang der Prozesskette zu verankern. „Die Volkswagen Konzernlogistik wird sich im Clean Shipping Netzwerk verstärkt dafür einsetzen, dass Schiffe weniger Emissionen verursachen und Abgase nachbehandelt werden. Außerdem will Volkswagen dafür werben, dass weitere Kriterien wie die Verringerung von Rußemissionen in den Index aufgenommen werden“, sagte Thomas Zernechel, Leiter der Volkswagen Konzernlogistik.

Ursprünglich auf Schweden beschränkt, wurde der Clean Shipping Index 2010 auf ganz Europa ausgeweitet. „Wir hoffen, dass der Beitritt von Volkswagen anderen Unternehmen als Vorbild dient“, sagt Merijn Hougee, Direktor des Clean Shipping Index. Deutschland habe viele große Unternehmen, die eine nachhaltige Schifffahrt wirkungsvoll fördern könnten. Erstes deutsches Unternehmen war der Chemiekonzern Evonik, der sich 2012 dem Projekt angeschlossen hat. Außerdem zählen bislang Großkonzerne wie BASF, ABB, Ericsson, H&M, Philips oder Volvo zu den Partnern.

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» Clean Shipping Index

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